Österreich: Mikl-Leitner will wenn notwendig weitere Zäune bauen

Epoch Times, Sonntag, 20. März 2016 15:48
Harter Kurs: Sie will, wenn notwendig „weitere Zäune“ bauen und „mit Polizisten und Soldaten vor Ort sein“. Das sagt Österreichs Innenministerin Johanna Mikl-Leitner zum Thema verstärkter Grenzschutz. Sie fordert eine harte Vorgehensweise gegen Migrantenströme in ganz Europa.
Österreichs Innenministerin Mikl-Leitner.
Österreichs Innenministerin Mikl-Leitner.
Foto: EMMANUEL DUNAND/AFP/Getty Images

„Aus Europa muss eine Festung werden - jetzt sind wir gerade dabei, diese zu bauen", sagte Mikl-Leitner in der ORF-"Pressestunde". Die Kronenzeitung berichtete. Zwar sei die Westbalkanroute bereits geschlossen, aber die Menschen würden ausweichen – auf andere Routen wie die Ostbalkanroute über die türkisch- bulgarische Grenze. „Das kann der nächste Korridor für einen Massenandrang von Flüchtlingen sein und muss daher gesichert werden“, so die österreichische Ministerin.

Anzeige

Sie verteidigte einmal mehr beschlossene Maßnahmen zur Grenzsicherungen in Österreich: "Wenn es notwendig ist, dann werden wir weitere Zäune wie in Spielfeld bauen und mit Polizisten und Soldaten vor Ort sein."

Als Interviewer der Ministerin vorhielten, dass sie noch letztes Jahr selbst am Wiener Westbahnhof Migranten begrüßt hatte, sagte sie: „Es wurde zu wenig signalisiert, dass es sich um eine einmalige humanitäre Aktion handelt.“ Danach sei es zu einem Massenansturm gekommen, den Österreich, Deutschland und Schweden nicht alleine bewältigen könnten.

„Seitdem wir die Obergrenze kommuniziert haben, ist es ruhiger geworden", so Mikl-Leitner, die auch von einer Spaltung der österreichischen Bevölkerung in den vergangenen Monaten sprach. Kritikern, die ihren harten Kurs unmenschlich finden, entgegnete sie: "Wichtig ist, dass man die Menschen in Sicherheit bringt, allerdings kann man sich das Land nicht aussuchen."

Nach Griechenland will sie 50 Sicherheitskräfte schicken, die dort helfen sollen, den EU-Türkei-Deal umzusetzen. Dazu brauchen die Griechen noch 4.000 zusätzliche Beamte als Verstärkung. (rf)

Kommentieren

Werte Leserinnen und Leser!
Konstruktive Kommentare sind für uns alle ein Gewinn.
Es gab schon viele Zuschriften, von denen wir sehr profitiert haben und dafür möchten wir Ihnen danken. Wir freuen uns, wenn Sie mit uns gemeinsam die Kommentarfunktion schätzen und sich mit allzu rabiaten Äußerungen zurückhalten. Als Medium können wir die Nachrichtenlage nicht ändern. Aber wir können gemeinsam einen kühlen Kopf bewahren.


Anzeige