Österreich von SPÖ-Skandal erschüttert: Politiker missbrauchte Enkelkinder über Jahre

Am Donnerstag wurde der SPÖ-Politiker wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern verhaftet. Am Sonntag war die Landtagswahl in Niederösterreich. Am Montag wurde die Verhaftung bekannt gegeben. Zufall?

Es ist ein Skandal, der die österreichische SPÖ derzeit erschüttert. Einer ihrer Politiker soll seine eigenen Enkelkinder mehrfach schwer sexuell missbraucht haben.

Doch damit nicht genug: Wie die „Krone“ berichtet, verstrichen seit der Festnahme des beschuldigten und in seinem Heimatort hoch anerkannten Politikers am vergangenen Donnerstag mehrere Tage, bis die Verhaftung dann am Montag bekannt gegeben wurde.

Und zufällig waren gerade am Sonntag dazwischen die niederösterreichischen Landtagswahlen, in denen die SPÖ sich mit 13 Sitzen zwischen FPÖ (8 Sitze) und ÖVP (29 Sitze) postieren konnte. Ein solcher Skandal nur Tage vor der Wahl hätte für die Sozialdemokraten verheerend sein können.

Die erstmals im Jahre 1900 erschienene österreichische Boulevardzeitung spekuliert: „Wer hat da wohl den Deckel draufgehalten?“

Mauer des Schweigens

„Das Verfahren ist nicht öffentlich“, erklärte Leopold Bien, Sprecher der zuständigen Staatsanwaltschaft der Landeshauptstadt St. Pölten, und: „Es ist nicht die Aufgabe der Staatsanwaltschaft, einen solchen Fall aktiv zu kommunizieren.“

Doch wer sollte dann einen solchen Fall kommunizieren? Bei der Polizei heißt es nur, dass die Staatsanwaltschaft „die Medienarbeit alleinig übernommen“ habe und die Polizei „in diesem Fall keine Auskunft“ geben dürfe.

Waffen & NS-Kultgegenstände

Bei der Hausdurchsuchung wurden im Keller des Verdächtigen und hinter der gutbürgerlichen Fassade getarnt zahlreiche Waffen gefunden: Pistolen, Handgranaten, Schlagringe. Zudem wurden Devotionalien, also Andachtsgegenstände des NS-Regimes sichergestellt.

Laut Staatsanwaltschaftssprecher Bien sei noch zu klären, ob es sich dabei „um einen propagandistischen Vorsatz oder um eine Sammelleidenschaft“ handle.

Derzeit sitze der Gemeindepolitiker, Mitte 50, in Untersuchungshaft und bestreite die Vorwürfe vehement, so die „Kronenzeitung“.

Der Stein sei ins Rollen gekommen, als sich in der Schule eines der Mädchen einer Lehrerin anvertraute. Die niederösterreichischen Genossen der SPÖ teilten – jetzt nach der Wahl – mit, dass der Politiker am Dienstag durch den Landesparteivorstand aus der SPÖ ausgeschlossen werde.

Eine „Krone“-Leserin spricht es aus, was viele jetzt wohl denken mögen:

Ich finde es extrem arg, dass man so etwas versucht, geheim zu halten, und das Geheimhalten ist für mich auch ein Verbrechen den Kindern gegenüber. Und das nur, um einer Partei nicht zu schaden. Unglaublich traurig.“

Siehe auch:

Missbrauchsbeauftragter fordert mehr Geld: „Müssen Kampf gegen Kindesmissbrauch konsequenter führen“

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