Olivenölproduktion in Frankreich mit schwacher Ernte 2016/17

Trotz vieler Hektar neu gepflanzter Olivenbäume in Frankreich gehen die Erträge zurück. Der Verband der Olivenbauern spricht von "katastrophalen Zahlen" für die Erntesaison 2016/17.

Die Olivenölproduktion in Frankreich geht trotz neu gepflanzter Bäume immer mehr zurück. Der Verband der Olivenbauern (Afidol) sprach am Montag von „katastrophalen Zahlen“ für die Erntesaison 2016/17.

Demnach dürfte die Ölproduktion in diesem Zeitraum zwischen 3.200 und 3.400 Tonnen erreichen. Das sei „die gleiche Menge“ wie im Jahr 2000. Allerdings seien in den vergangenen 20 Jahren 7.000 Hektar Olivenbäume gepflanzt worden.

Der Präsident des Verbands, Olivier Nesles, mahnte an, die Produktionsmethoden in der Branche auf den Prüfstand zu stellen. Er machte vor allem das steigende Alter der Ölbauern, den Verlust des nötigen Know-How und den Klimawandel für die schwache Ernte verantwortlich.

Die Olivenölproduktion in südlichen Ländern wie Italien, Spanien, Marokko und Griechenland steigt stetig an, in Frankreich geht sie jedoch seit 2011 zurück.

Mittlerweile beträgt der Anteil an einheimischem Olivenöl in Frankreich selbst nur noch vier Prozent. Der größte Teil des französischen Olivenöls, nämlich 65 Prozent, wird in der südöstlichen Region Provence-Alpes-Côte d’Azur produziert. (afp)

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