Orbán: „Sicherheit Europas und der Europäer“ nach Barcelona-Anschlag „wichtigste Aufgabe“

Von 22. August 2017 Aktualisiert: 22. August 2017 18:20
Die Wiederherstellung der Sicherheit Europas und der europäischen Bürger ist laut Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán die „wichtigste Aufgabe" der nächsten Zeit.

Nach dem Terror in Barcelona mit 15 Toten und über 100 Verletzten hat Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán seinem spanischen Amtskollegen Rajoy sein Beileid übermittelt. Gleichzeitig schrieb Orbán: „Dieser furchtbare Angriff bestärkt uns in unserer Überzeugung, dass es die wichtigste Aufgabe der nächsten Zeit ist, die Sicherheit Europas und der europäischen Bevölkerung wiederherzustellen“. Das berichtete die ungarische Nachrichtenagentur MTI.

Orbán versicherte weiter, seine Regierung werde alles in ihrer Macht stehende tun „in unserem gemeinsamen Kampf gegen die terroristischen Angriffe, die Europa heimsuchen“.

Auch Ungarin verletzt

Unter den Verletzten der Attacke von Barcelona war auch eine ungarische Staatsbürgerin, die einen Armbruch erlitt. Das gab der Parlamentarische Staatssekretär für Äußeres und Handel am 18. August bekannt. Auf seiner Pressekonferenz meinte Levente Magyar auch, es gebe eine korrelierende Verbindung zwischen Terrorismus und illegaler Migration von Menschen mit unbekanntem Hintergrund. Terroranschläge müssten nicht notwendigerweise passieren. Der Budapester Regierung sei es bisher gelungen, Ungarn „vor diesem verrückten Alptraum“ zu bewahren.

An andere Länder gerichtet sagte Magyar: „Wir würden gerne Taten sehen“.

Bürger umfassend schützen

Vizepremierminister Zsolt Semjén schlug vor, Ungarn solle sich ein Beispiel an Israel nehme, und seine Bürger ähnlich umfassend schützen. Jeder Ungar, egal wo er oder sie in der Welt lebe, müsste von Ungarn unter allen Umständen geschützt werden, so seine These laut MTI.

Umgang mit Schusswaffen soll Pflichtfach werden

Erst vor Kurzem wurden Pläne der ungarischen Regierung bekannt, einen verpflichtenden Wehrkunde-Unterricht in Schulen einzuführen. Bislang gab es „patriotische und militärische Erziehung“ nur als Wahlfach an einigen Schulen, berichtet RT. Zusätzlich sind 200 neue Schießstände im ganzen Land vorgesehen, um Jugendlichen den Umgang mit Schusswaffen beizubringen.

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