Rimini-Vergewaltigung: Gericht fällt hartes Urteil gegen Haupttäter Butungu – Polnisches Touristenpärchen am Strand überfallen

Am 26. August 2017 überfielen vier Migranten ein polnisches Touristenpärchen am Strand von Rimini. Der Fall sorgte europaweit für Empörung. Ein hartes Vorgehen gegen die Täter wurde gefordert. Ein Gericht in Rimini setzte dies bereits gegen den Haupttäter Butungu um.

Es begann unscheinbar. In der Nacht zum 26. August 2017, ihrem letzten Urlaubstag, traf ein polnisches Touristenpärchen am Strand von Rimini auf eine Gruppe junger Migranten. Es war gegen 3 Uhr morgens.

Die vier jungen Männer und Jugendlichen sprachen das Paar an und schlugen vor, gemeinsam etwas zu trinken und Zigaretten zu rauchen. Doch plötzlich verlangten sie Geld …

Sie waren wie wilde Tiere. Bevor wir wussten, was sie meinten, war es zu spät. Die Flasche traf mich im Gesicht, ich wurde bewusstlos.“

(Polnischer Tourist, Opfer)

Sie beraubten die Touristen. Anschließend vergewaltigten die vier Täter nacheinander die junge Frau und warfen sie ins Meer. Dort kam die 26-Jährige wieder zu sich, kroch ans Ufer und fand dort ihren blutüberströmten Verlobten vor. Zusammen schleppten sie sich am Strand entlang, bis sie auf Passanten trafen, die die Polizei alarmierten.

Ein Rückblick im Video …

Prozess gegen Butungu (20)

Am Freitag, 10. November, wurde der Haupttäter der Bande, Butungu, von einem Gericht in Rimini zu 16 Jahren Haft verurteilt, berichtet „Südtirol Online“ auf Basis der italienischen Tageszeitung „La Repubblica“. Nach verbüßter Haft soll er in seine Heimat abgeschoben werden.

Dabei ging das Gericht noch zwei Jahre über die Forderung der Staatsanwaltschaft hinaus. Zudem muss Butungu eine Geldstrafe von 4.000 Euro zahlen sowie alle Verfahrenskosten.

Des Weiteren muss er der jungen polnischen Frau 30.000 Euro und ihrem Verlobten 20.000 Euro an Schadensersatz zahlen. Zudem soll eine peruanische Prostituierte, ebenfalls ein Opfer der Bande, 30.000 Euro Entschädigung erhalten.

Auch die Gemeindekasse von Rimini soll mit 10.000 Euro entschädigt werden, soviel, wie auch die Region Emilia-Romagna erhalten soll. Auch eine Anti-Gewalt-Vereinigung soll 5.000 Euro erhalten und der lokale Gesundheitsdienst 7.000 Euro.

Die schnelle Verhaftung von Butungu erfolgte nach den umfangreichen Geständnissen der drei minderjährigen Mittäter (15, 16, 17), denen der Kongolese auch Drogen besorgt hatte. Sie warten auf ihren Prozess vor dem Jugendgericht in Bologna, der in wenigen Wochen beginnen soll.

Wie die „Welt“ schreibt, hatten die Jugendlichen ausgesagt, dass Butungu der Anstifter zu den Verbrechen gewesen sei. Er wollte seine „bestialischen sexuellen Instinkte“ an den Opfern auslassen, hieß es.

Butungu wurde auch noch für ein weiteres Verbrechen verurteilt. Er soll am 12. August ein Mailänder Touristenpärchen am Strand von Rimini überfallen und ausgeraubt haben. Zudem soll er versucht haben, die Frau zu vergewaltigen.

Verhaftungen Anfang September

Nach dem Überfall in der Nacht auf den 26. August versetzte die Bande Einwohner und Touristen in der Gegend um Rimini für eine Woche in Angst und Schrecken. Dann klickten die Handschellen.

Nachdem zwei marokkanische Brüder (15, 17) von ihrem Vater gezwungen wurden, sich der Polizei zu stellen, gaben sie die Identität ihrer Kumpanen preis. Ein junger Nigerianer (17) stellte sich anschließend.

Der Haupttäter, der 20-jährige Kongo-Flüchtling Guerlin Butungu, versuchte noch vergeblich mit dem Zug zu flüchten. Er kam 2015 über die Mittelmeerinsel Lampedusa nach Italien. Trotz abgelehntem Asyl durfte Butungu mit einer Sondergenehmigung aus „humanitären Gründen“ bleiben, ein schrecklicher Fehler, wie sich herausstellte.

Kulturelle Unterschiede?

Der Fall machte nicht nur wegen seiner Brutalität Schlagzeilen, sondern auch, weil im Verlauf der Ermittlungen und der medialen Aufmerksamkeit ein sogenannter „kultureller Vermittler“ in Bologna, ein junger Pakistaner (24), auf Facebook gewisse kulturelle Unterschiede verdeutlichte, wie die „Welt“ berichtete:

Eine Vergewaltigung ist nur am Anfang schlimm, aber dann beruhigt sich die Frau und es wird normaler Sex.“

(Abid J., Kulturvermittler)

Der Kulturvermittler wurde daraufhin von seinem Dienst bei einer Einwanderungseinrichtung in Bologna suspendiert, die sich im Auftrag der Stadtgemeinde um die Erstaufnahme und Unterbringung von Flüchtlingen kümmert.

Drastische Strafen gefordert

Der Vizepräsident des italienischen Senats forderte eine harte Strafe für die Täter:

Für Verbrechen dieser Schwere braucht es eine exemplarische Bestrafung. Das Leben der Frau ist ruiniert, für immer. Die dieses Verbrechen begangen haben müssen eine ebenso harte Strafe zahlen.“

(Roberto Calderoli, Lega Nord, Vizepräsident des Senats)

Polen schickte Sonderermittler nach Italien, um die dortigen Behörden zu unterstützen.

Später wurde bekannt, dass auch ein österreichisches Paar in jener Nacht von den Ganoven angegriffen wurde, die Täter aber abwehren und in ein Lokal flüchten konnte.

Wie „Salzburg24“ meldete, berichtete der Inhaber eines 24-Stunden-Kebab-Ladens in Rimini, dass in jener Nacht ein österreichisches Paar in sein Restaurant gekommen sei. Der Mann berichtete der Mailänder Tageszeitung „Corriera della Sera“:

Sie kamen vom Strand. Der Mann war aufgeregt, seine Hand war geschwollen. Er berichtete, dass drei oder vier Personen versucht hatten, ihm die Geldbörse zu stehlen und seine Freundin zu vergewaltigen. Doch er konnte sie verteidigen und flüchten.“

(Restaurantbesitzer)

Wie die „Welt“ noch zu dem Vorfall schrieb, trage der Überfall in Rimini zu dem Eindruck bei, dass die „alten“ EU-Länder die Kriminalität, auch von Migranten, nicht in den Griff bekommen würden, während die neuen EU-Länder beim Thema innere Sicherheit deutlich besser dastehen würden.

Siehe auch:

Rimini-Vergewaltigung: Opfer angesteckt? Haupttäter Butungu hatte tödliche Infektionskrankheit

Kommentieren
Werte Leserinnen und Leser,
hier werden von unseren Moderatoren freigegebene Kommentare veröffentlicht! Wir werden sie so schnell wie möglich freischalten - täglich zwischen 7 und 22 Uhr. Wir bitten um Ihr Verständnis und bedanken uns für konstruktive Ergänzungen, Anregungen, über kritische Anmerkungen und auch über Humor.

Ihre Epoch Times-Redaktion