Salzburg: IS-Rekrutierer aus Asylheim enttarnt – Justiz ließ ihn laufen – Kontakt zu Paris-Attentäter Abdeslam

Trotz Terror-Verdacht und Anzeige ließ eine Journalstaatsanwältin in Salzburg den Marokkaner noch am selben Tag laufen. Beim Streit im Asylheim um ein Handy flog seine Tarnung auf.

Bereits 2012 reiste er unbehelligt durch Europa. Bereits 2012 war er Sympathisant des Islamischen Staates. Er stellte unter mehreren Namen Asylanträge, in fünf europäischen Staaten, zuletzt in Österreich.

Im August 2017 reiste Amine S. (29), Marokkaner, illegal in die Alpenrepublik ein. Bereits damals warnte Interpol die österreichischen Behörden vor dem Nordafrikaner, wie die „Krone“ berichtet.

Was genau sich im Asylheim in der Gemeinde Bergheim bei Salzburg abspielte, wurde nicht veröffentlicht. Jedenfalls geriet der Marokkaner, der sich bei den Behörden offiziell als Ägypter Amir A. (21) ausgab, dort am 20. September mit einem anderen Nordafrikaner wegen eines Handys in Streit. Seine Tarnung flog auf.

Trotz Terrorverdacht laufen gelassen

Bei seiner Vernehmung wiesen die Ermittler zwar darauf hin, dass der Mann einer terroristischen Vereinigung angehören könnte, doch die diensthabende Journalstaatsanwältin ließ den Marokkaner noch am selben Tag mit der Anzeige im Gepäck wieder laufen.

Ins Flüchtlingsheim konnte er jedoch nicht zurück, da gegen ihn wegen des Streits ein Hausverbot ausgesprochen wurde. So tauchte der Terrorverdächtige, der der Polizei auch wegen Diebstählen und Drogenhandel bekannt war, unter.

Kommissar Zufall

Ermittler erkannten Amine S. eine Woche später zufällig im Stadtgebiet von Linz und konnten den Mann erneut festnehmen.

Derzeit durchleuchten Terrorexperten das Handy des Marokkaners, um seinem Netzwerk auf die Spur zu kommen, so das Blatt weiter.

Zwar werden Amine S. derzeit keine konkreten Anschlagspläne für Österreich unterstellt, jedoch hatte er im Flüchtlingsheim aktiv versuchte, Männer für den bewaffneten Kampf zu gewinnen. Mit diesen zusammen wollte er dann nach Syrien zum IS gehen.

Kontakt zu Paris-Attentäter

Besonders brisant ist, dass der Marokkaner auch zu Salah Abdeslam Kontakt gehabt haben soll, einem der Hauptverdächtigen der Paris-Attentate vom 13. November 2015.

Dieser wurde am 18. März 2016 bei einer Razzia in Brüssel-Molenbeek verhaftet und rund einen Monat später nach Frankreich überstellt.

Siehe auch:

Vom IS nach Deutschland geschickt: Generalbundesanwalt lässt mehrere Flüchtlinge verhaften

München: Dschihad-Syrer verurteilt – Bayerns erster Terror-Flüchtlings-Prozess beendet

IS trainiert Terroristen für Asylverfahren und auf Unauffälligkeit

 

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