Schweden hat genug – Migrationsminister: „Bleibt in Deutschland“

Das liberale nordeuropäische Land kann angesichts der Asylkrise nicht mehr. Schweden habe nach Angaben seines Migrationsministers die Aufnahmegrenze erreicht. "Es gibt keine andere Möglichkeit, als nach Dänemark oder Deutschland zurück zu kehren", so Morgan Johansson.

Mit der Begründung, dass die Aufnahmekapazität erreicht sei, forderte der schwedische Minister für Justiz und Migration Morgan Johansson die Asylbewerber in Schweden auf, in andere EU-Länder auszureisen. Auch Neuankömmlingen sei der Weg nach Dänemark und Deutschland vorgeschlagen, wenn sie sich nicht selbst eine Wohnung suchen könnten, so der "Spiegel". In einer Pressekonferenz am Donnerstag plädierte Johansson an die Migranten, doch weg zu bleiben.

Das Schweden-Haus ist voll, die Stimmung schlecht

Die Umverteilung der Migranten, die sich bereits in den EU-Ländern befinden, war Thema der EU-Innenminister am Montag in Brüssel. Bei dem Sondertreffen wurden neue Zusagen verhandelt und die Umsetzung der Beschlüsse von vor mehr als sechs Wochen besprochen. Besonders die schleppende Umsetzung der Umverteilungs-Regelung wurde angemahnt und mehr Tempo gefordert. Besonders Schweden geht beim Asyl-Thema jetzt in die Offensive. Das Land habe nicht genug Unterkünfte. "Wir befinden uns in einer sehr dramatischen Situation", so Johansson im schwedischen Staats-TV SVT. "Wir haben die Grenze des Machbaren erreicht, so der Minister. Die Stimmung im Land ist angespannt. Täglich kommen zwischen 1.500 und 2.000 Asylbewerber an, die vorher in deutschen Zeltstädten wohnten. Seit der Aufnahme-Verschärfung in Deutschland reisen viele weiter, ins liberale Schweden. 

https://youtube.com/watch?v=SjXJgrva2n8

Kein Ende in Sicht

Die Umverteilung der 160.000 eingereisten Migranten innerhalb Europas, ist ebenso umstritten, wie festgefahren. Zum jetzigen Zeitpunkt sind gerade einmal um die 130 Personen weitergeleitet worden. Nach Griechenland und Italien will nun auch Schweden von dieser Regelung profitieren, da diese Länder schon verhältnismäßig viele Migranten aufgenommen hätten. Demnach wird auch Schweden jetzt versuchen, seine bereits im Land befindlichen "Überhänge" an Migranten in andere EU-Staaten abzustoßen.
Ein Ende der Migrationskrise sei indes nicht in Sicht. Nachdem der Fährstreik in Griechenland am Freitag beendet wurde, sind wieder Zehntausende Menschen auf der Balkanroute unterwegs. Allein im Hafen von Piräus, Athen, wurden am Sonntag weit mehr als 10.000 reisebereite Migranten gezählt. Das anhaltend milde Wetter ermutigte täglich unzählige Schlauchboote, die Überfahrt von der Türkei zu den griechischen Inseln zu wagen, so der "Focus" mit Verweis auf griechische Medien. (sm)
Schon 2012 forderte die Vorsitzende der schwedischen Free Press Society, Ingrid Carlqvist: "Ich will mein Land zurück". Auch in diesem europäischen Land wurden gesellschafliche Umstände durch eine Art "Lügenpresse" verdeckt. Sie spricht von den weltweit höchsten Vergewaltigungszahlen in ihrem "Absurdistan"…

In diesem englischsprachigen Video spricht ein syrischer Flüchtling zu Landsleuten und anderen Migranten. Er fordert sie auf, nicht nach Schweden zu kommen, denn die Wahrheit sei nicht dasselbe, wie dass, was sie sich vorstellen würden…

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