Überparteiliche Initiative fordert Abschaffung der zweimaligen Zeitumstellung auf EU Ebene

Am Donnerstag den 25.10. hielt eine überparteiliche Initiative zur Abschaffung der zweimaligen Zeitumstellung eine Pressekonferenz in Straßburg. Ziel der Pressekonferenz war es auf neueste Arbeitsergebnisse hinzuweisen, die für eine Veränderung der EU-Richtlinie zur Zeitumstellung sprechen.

Am Donnerstag den 25.10. hielt eine überparteiliche Initiative zur Abschaffung der zweimaligen Zeitumstellung eine Pressekonferenz in Straßburg. Pavel Svoboda, Abgeordneter aus Tschechien und Vorsitzender des Rechtsausschusses des EU-Parlaments, eröffnete die Konferenz im Namen einer großen inoffiziellen Arbeitsgruppe, die sich mit der Frage der zweimaligen Zeitumstellung beschäftigt. Die Arbeitsgruppe umfasst über 70 Abgeordnete aus allen Fraktionen.

Ziel der Pressekonferenz war es auf neueste Arbeitsergebnisse hinzuweisen, die für eine Veränderung der EU-Richtlinie zur zweimaligen Zeitumstellung sprechen. Die Arbeitsgruppe möchte die EU-Richtlinie verändern, so dass eine einheitliches EU-System ohne Zeitumstellung auf Winter- bzw. Sommerzeit etabliert wird.

Mehr Verkehrsunfälle, mehr Leistungsabfälle im Familienleben und Unternehmen durch Zeitumstellung – keine Energieeinsparung

Svoboda erklärte bei der Eröffnung der Konferenz, dass es aufgrund der Zeitumstellung mehr Verkehrsunfälle, mehr Leistungsabfälle im Familienleben und Unternehmen gibt. Die diesjährigen Nobelpreisträger für Medizin hätten bewiesen, dass die Menschen einen starken Biorhythmus haben. Zwanzig Prozent der Menschen hätten aufgrund der Zeitumstellung eindeutig Gesundheitsprobleme, die anderen achtzig Prozent würden dies aber nicht glauben.

Svoboda zeigte auf, dass die Zeitumstellung eingeführt wurde um Energie einzusparen, was aber nie stattfand – d.h. es gäbe keine Vorteile, nur Nachteile. Der Forschungsdienst des europäischen Parlaments hätte außerdem eine neue Studie veröffentlicht, mit dem Ergebnis, dass eine Abschaffung der Zeitumstellung nur gut für die EU-Bürger sei. Die Einsparung an Licht müsse durch mehr Heizenergie kompensiert werden. Diese Faktum sollte allein ausreichen, um die Zeitumstellung abzuschaffen, erklärte Svoboda. Die neue Studie des EU-Forschungsdienstes zeigt auch auf, dass die gesundheitlichen Probleme, die durch die zweimalige Zeitumstellung verursacht werden, ernsthafter sind, als allgemein vermutet wird.

Die Initiative zur Abschaffung der Zeitumstellung wird aktuell einen Entschließungsantrag einreichen, der die EU-Komission auffordert, die Zeitumstellung abzuschaffen. Ein Abstimmung zum Thema wird im EU-Parlament in naher Zukunft erwartet.

Ganzes Video der Pressekonferenz:

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(mh)

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