100 Millionen Tote – Doch die New York Times idealisiert das kommunistische System

Hitler und den Faschismus anzuprangern, gehört heute zum guten Ton - zu recht. Doch sollte man nicht auf dem einen Auge blind sein. Durch die Oktoberrevolution 1917 in Russland begann sich ein System auf der Welt auszubreiten, dass noch blutiger als Hitler versuchte, seine Weltherrschaft durchzusetzen.

Fast 100 Jahre ist sie her, die Februar-Revolution in Russland, die von Lenins Bolschewiken für einen Putsch benutzt wurde. Sie war der Beginn eines Jahrhunderts weltweiter kommunistischer Herrschaft, die zu gesellschaftlichem Zerfall, Hungersnot und Massenmord auf fast allen Kontinenten führte.

Die New York Times gedenkt dieses Jahrestages mit einer neuen Serie von Artikeln über den Kommunismus, wobei im ersten Artikel vom 24. Februar nicht im geringsten erwähnt wird, welche Verbrechen an der Menschheit unter kommunistischer Herrschaft begangen wurden.

Stattdessen schreiben sie fieberhaft über die Ideale des Kommunismus und fragen, ob wir den „Phönix aus der Asche der Geschichte aufsteigen“ sehen können.

Der Großteil der Menschheit ist sich einig, dass Adolf Hitler ein Monster war, dessen totalitäres Regime systematisch 6 Millionen Juden und andere Menschengruppen getötet hat. Insgesamt sollen 11 Millionen Menschen im Holocaust gestorben sein.

Und doch kommt die Frage auf, warum so viele Akademiker, die den Faschismus kritisieren, dabei den Kommunismus für gut heißen, der geschätzte 100 -150 Millionen Menschen umbrachte? Das sind weitaus mehr, als unter Hitler starben.

Allein in Kambodscha vernichtete Pol Pot und seine Rote Khmer ein Viertel seiner eigenen Bevölkerung, heute als die „Killing Fields“ bekannt. Wie die Nazis in sadistischer Manier eines Serienkillers, fotografierten die Roten Khmer viele ihrer Opfer – junge Männer und Frauen, Ältere und auch kleine Kinder – bevor sie sie erschossen, sie in Plastiktüten erstickten oder mit Knüppeln erschlugen.

Urvölker und traditionelle Werte zu beschützen, ist eine noble Sache. Darin werden alle übereinstimmen.

Unter kommunistischer Herrschaft sind genau diese Dinge der Auslöschung preisgegeben. Mit ihrer eigenen Ideologie des Atheismus und marxistischer Dialektik mündet der fortlaufende Standpunkt des kommunistischen Regimes in einer Beendigung der menschlichen Höherentwicklung, wobei alle anderen Vorstellungen mit Gewalt unterdrückt werden müssen.

Josef Stalin hat fast jeden Tartaren (muslimisches Turkvolk) auf der Insel Krim verhaftet und in Lager geschickt, wo Zehntausende von ihnen umgebracht wurden. Die Kommunistische Partei Chinas verfolgt immer noch tibetanische Buddhisten, muslimische Uighuren, Hauschristen und Falun Gong-Praktizierende in erschreckend großem Maße.

Die kommunistischen Regime in China und Nordkorea benutzen weiterhin Stalin-mäßige Gulags und besitzen ein dichtes Netz an Arbeitslagern.

Der Artikel in der New York Times scheint sich besonders auf die Tage Lenins zu beziehen. Er hebt auf besonders romantische Weise einen von Lenins loyalen Gefolgsleuten hervor, Semyon Kanatchikov, welcher „sein armseliges Leben auf dem Land gegen einen Fabrikjob und den Reiz der Moderne“ eintauschte.

Kanatchikov ist in diesem Fall ein gutes Beispiel. Er, wie viele andere auch, die vom Kommunismus betrogen wurden, schienen tatsächlich zu glauben, dass die Menschheit hier einen Ausweg finden würde – dass der Kommunismus das Paradies auf Erden schaffen würde, was alle kommunistischen Führer von Lenin bis Kim Jong Un versprochen hatten.

Kanatchikov wurde später auf Befehl von Stalin abgeführt und starb 1940 in einem Gulag. Lenin benutzte eine unfreundliche Phrase für Leute wie Kanatchikov. Er bezeichnete die Idealisten, die den kommunistischen Führern bei der Machtübernahme halfen, als „nützliche Idioten“. Später wurden diese Leute oft eingesperrt oder ermordet.

In der Geschichte gab es viele solcher Fälle. Mao Zedong lobte seine Unterstützer unter den chinesischen Studenten und erschuf mit ihnen die „Roten Garden“. Während der Kulturrevolution in den sechziger und siebziger Jahren nutze Mao die Roten Garden als seine eigene Gangsterbande, um die „Rechten“, die Gutsbesitzer und jeden, der seine Lehren nicht gründlich genug studiert hatte, anzugreifen, zu demütigen und zu töten.

Als Mao keine Verwendung mehr hatte für die Roten Garden, schickte er sie zu den Bauern aufs Land.

Während die marxistischen Geschichtsrevisionisten immer noch das Argument bringen, dass der Kommunismus einfach nie richtig umgesetzt wurde – und dabei 100 Jahre gescheiterter Beispiele komplett ignorieren – bleibt die Frage offen, wie oft die Menschheit noch auf die gleiche Nase fallen muss, bevor sie lernt, einen anderen Weg einzuschlagen.

Jedem Land, das dem Kommunismus eine Chance gab, brachte es nur Wellen der Vernichtung und Elend.

Für die Menschen, die unter kommunistischer Herrschaft gelebt haben, inbegriffen derjenigen, die aus der DDR oder der Sowjetunion geflüchtet sind, diejenigen, die die  Killing Fields der Roten Khmer überlebt haben, und die unzähligen Opfer des heutigen kommunistischen Regimes in China und Nordkorea, für diejenigen unterscheidet sich der Artikel in der New York Times nicht sehr von einer Nazi-Verteidigungsschrift, einer Verteidigung kultureller Vernichtung, Folter und Massenmord.

Siehe auch:

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Trump: „Ich bin nicht gegen Medien – Ich bin gegen ‚Fake News‘-Medien!“

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