Aktivisten ketten sich in Streit um Braunkohletagebau Hambach an Gleise

Im Streit um den rheinischen Braunkohletagebau Hambach haben drei Kohlegegner in der Nacht zum Montag eine Bahnstrecke blockiert, indem sie sich anketteten. Zwei Frauen und ein Mann seien an der …

Im Streit um den rheinischen Braunkohletagebau Hambach haben drei Kohlegegner in der Nacht zum Montag eine Bahnstrecke blockiert, indem sie sich anketteten. Zwei Frauen und ein Mann seien an der Aktion beteiligt gewesen, teilte die Polizei in Aachen mit. Demnach brachten sie einen Lokführer mit Taschenlampen zum Anhalten. Verletzt worden sei niemand.

Der Mann und eine der Frauen ketteten sich den Angaben zufolge an die Gleise. Beide seien „noch im Lauf der Nacht von den Schienen gelöst, festgenommen und ins Gewahrsam nach Aachen gebracht worden“, erklärte die Polizei. Die andere Frau schloss sich demnach unter dem Zug an und sollte „am Morgen durch Spezialkräfte der Polizei von den Schienen gelöst“ werden.

Gegen den Braunkohletagebau Hambach gibt es seit Jahren vehemente Proteste. Am Hambacher Forst wurde aus Zelten, Holzhütten sowie Wohn- und Bauwagen auf dem Grundstück eines privaten Eigentümers ein Protestcamp errichtet, das die Behörden beseitigen wollen. In der vergangenen Woche erklärte das Oberverwaltungsgericht Münster dies für rechtens. (afp)