Betrug aufgedeckt: Zwei Männer wollten getarnt als Ehepaar nach Wien fliegen

Zwei Syrer versuchten die Flughafen-Kontrollen in Griechenland zu betrügen, indem sie sich als "Ehepaar" ausgaben. Ein dreijähriges Kind machte das Familienbild komplett.

In den ersten zehn Monaten dieses Jahres hat die Bundespolizei bei stichprobenartigen Kontrollen an den deutschen Flughäfen rund 1.000 unerlaubte Einreisen aus Griechenland festgestellt.

Auch die griechische Polizei stellt seit Monaten einen Anstieg der illegalen Ausreisen von Flüchtlingen nach Westeuropa mit gefälschten Papieren fest.

Aus diesem Grund werden bei Flugreisenden aus Griechenland seit dem 12. November ausnahmslos die Pässe kontrolliert, vorher reichte bereits ein Flugticket, um Zugang nach Deutschland oder Österreich zu bekommen.

Gender-Betrug

Zwei syrische Flüchtlinge wollten jetzt besonders raffiniert sein, um nach Wien zu gelangen.

Getarnt als Ehepaar, ausgestattet mit den passenden, gefälschten Dokumenten, versuchten die zwei die Kontrollen am International Airport Athen zu täuschen, und so in die Maschine Richtung Österreich zu gelangen. Das berichtet die österreichische „Krone“-Zeitung.

Der Jüngere von beiden, ein 23-Jähriger schlüpfte in die Rolle der Frau, indem er sich komplett rasierte und ein langes Kleid mit Kopftuch trug. Ein 25-Jähriger spielte dabei den Gatten und sein 3-jähriger Sohn machte das Familienbild komplett.

Die Beamten in Athen konnten den Betrug allerdings rechtzeitig durchschauen und sorgten für eine Verhaftung der beiden.

Laut Angaben der Krone soll sich zudem das Reisebudget von mehr als 1300 Euro in bar unter der Kleidung des dreijährigen Buben befunden haben. Die Männer kamen in Untersuchungshaft, das Kind in Obhut des griechischen Jugendamtes, heißt es weiter. Die Behörde versuche nun, die „echte“ Mutter ausfindig zu machen.

(mcd)