Deutscher IS-Terrorist verkauft Sex-Sklavinnen online

Ein deutscher IS-Terrorist hat via Facebook zwei junge Frauen für 8.000 Dollar als Sklavinnen zum Verkauf angeboten. Die Bilder sind bereits von Facebook entfernt worden.

"An alle Brüder, die überlegen, sich eine Sklavin zu kaufen. Diese hier kostet 8.000 Dollar", schreibt ein IS-Terrorist unter das Bild eines vermutlich 18-jährigen Mädchens mit schwarzen Augenringen, auf Facebook, berichtet die "Washington Post". "Eine weitere Sabiya (Sklavin), auch für 8.000 Dollar. Ja oder nein?" lautet ein weiterer Kommentar des IS-Anhängers unter einem Bild einer anderen Frau.

Der Facebook-Account lief unter dem Namen Abu Assad Almani. Almani ist laut "Washington Post" ein deutscher Anhänger des sogenannten Islamischen Staates und Abu Assad Almani sein Kampfname. 

Inzwischen wurde der Account gelöscht. Die Aufnahmen wurden aber zuvor durch das Middle East Media Research Insitute (MEMRI) sichergestellt. Dieses Institut befasst sich mit Aktivitäten von Dschihadisten in den sozialen Netzwerken.

Man habe ein großes Maß an Brutalität gesehen, aber die Inhalte, die der IS seit zwei Jahren verbreite, überträfen alles in ihrer Grausamkeit. "Der Verkauf von Mädchen als Sex-Sklavinnen in sozialen Netzwerken ist nur ein weiteres Beispiel dafür", so der stellvertretende MEMRI-Direktor Steven Stalinsky zur "Washington Post".

Die beiden jungen Frauen, die von IS-Terroristen auf Facebook zum Verkauf angeboten wurden, gehören zur einer nordkurdischen Minderheit den Jesiden. Es gibt viele Mitglieder der Jesiden die sich unter den 3.500 gefangenen Menschen im Irak und Syrien befinden – meistens Frauen und Kinder, berichten das UNO-Hilfsmission für den Irak und das UNO-Büros für Menschenrechte. Mädchen und junge Frauen würden von den IS-Terroristen misshandelt, vergewaltigt und als Sex-Sklavinnen verkauft, so die Organisation.

Je länger sie beim "Islamischen Staat" gefangen sind, desto schlimmer werde es. Jesidische Frauen werden "gekauf, verkauft, brutal vergewaltigt und ihrer Kinder beraubt", so Human Rights Watch Forscherin Skye Wheeler.

Die Verbrechen des IS gegen Christen, Jesiden und Schiiten in Syrien sowie im Irak werden von den USA als "Völkermord" eingestuft.

Jesiden leben streng endogamisch – heiraten also ausschließlich Mitglieder des eigenen Volksstammes. Seit August 2014 fliehen Jesiden im Norden des Irak vor dem Vormarsch der Terrorgruppe, durch die sie als "Ungläubige" verfolgt, versklavt und ermordet werden, so Wikipedia.