Die CIA unterwandert Medien und System – 2007 produzierten 27.000 CIA-PR-Berater im Auftrag des Pentagons weltweite News

Die Debatte über sogenannte Fake-News schlägt hohe Wellen: Gerade im Superwahljahr 2017 sei es besonders entscheidend Fake-News, also Falschnachrichten, im Internet zu finden und zu bekämpfen. Es herrscht eine regelrechte Hysterie innerhalb der Politik. Die "Facebook-Polizei" "Correctiv", soll die Demokratie zerstörenden Falschnachrichten nun finden und zensieren. Aber sind Fake-News tatsächlich ein neues Phänomen, oder hat es Falschnachrichten schon immer gegeben? Und gibt es vielleicht sogar staatliche Stellen, die von der Verbreitung gewisser Fake-News profitieren?

„Vorsicht Fake-News! – Wir brauchen eine Internet-Polizei“, sagt der Journalist Ken Jebsen in seiner neuesten Ausgabe von „Me Myself and Media“ (MMM).

Neben vielen anderen interessanten Themen spricht Jebsen auch über das heiße Thema „Fake-News“. Die Bundesregierung ist – gerade jetzt im Superwahljahr 2017 – besonders beunruhigt über die Verbreitung sogenannter Fake-News, also Falschnachrichten.

Über Facebook würden sich Fake-News verbreiten, die sich negativ auf die Demokratie des Landes auswirken könnten, befürchten zahlreiche Politiker. Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) forderte sogar Gerichte und Staatsanwaltschaften zu einer harten Linie bei der Strafverfolgung auf. SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz verlangte eine europäische Regelung sowie saftige Geldbußen für Unternehmen, die beanstandete Beiträge nicht zügig löschen.

Falschnachrichten könnten die Bürger dazu verleiten die „falsche Partei“ zu wählen – was „dann alle total irritieren“ würde „da muss man was machen“, sagt Jebsen nicht ganz ohne Sarkasmus. Ein Medien-TÜV müsse her: „Aber die Frage ist, was ist falsch, was ist richtig und wer ist der TÜV?“.

Was hat es eigentlich mit diesen Fake-News auf sich? Sind Fake-News tatsächlich ein neues Phänomen – entstanden, um US-Präsident Donald Trump an die Spitze des Landes zu hieven? Oder gab es Falschnachrichten vielleicht schon immer?

Die professionellen Fake-News der CIA

„Es gibt professionelle Fake-News, seitdem es Regierungen gibt“, sagt Ken Jebsen.

Dabei handle es sich um Nachrichten, die Regierungen in einem guten Licht darstellten. Die Bevölkerung solle gut über die Regierung denken. Deshalb würden Nachrichten – über so manche Übeltat eines Volksvertreters – von den Medien entweder „umpoliert“, so dass man denkt „ist ja eigentlich gar nicht so schlecht“, oder die Meldung werde komplett fallen gelassen, beschreibt Jebsen, der lange für den Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) gearbeitet hat, die Lage.

„Im Kalten Krieg gab es die Operation Mockingbird“, fährt der Journalist fort. Die Idee dahinter sei es gewesen, die großen Medienkonzerne mit CIA-Mitarbeitern zu infiltrieren, um die Berichterstattung im Interesse der Regierung zu manipulieren.

„Aktuell gibt es 27.000 PR-Berater, mit einem Budget von 7, 4 Milliarden Dollar. Sie haben auch einen eigenen Stützpunkt,“ so Jebsen – der sich auf die Recherchen des Chefs der US-Nachrichtenagentur Associated Press (AP), Tom Curley, bezieht. Dieser Stützpunkt befindet sich in Texas auf einem CIA-Gelände. „Joint Hometown News“ nennt sich die Nachrichten-Organisation. Dort würden Berichte mit Angaben von falschen Quellen produziert, und das „sind dann professionelle Fake-News“, so Jebsen.

Der Chef von „Associated Press“ hatte dies in 2007 recherchiert und darüber berichtet – wofür er massiv bedroht wurde. Wenn er weiter darüber berichte, „bekäme er Probleme“, hieß es damals von Seiten der Central Intelligence Agency.

„Der Chef der US-Nachrichtenagentur Associated Press (AP), Tom Curley, enthüllte vor wenigen Tagen eine fast unglaubliche Geschichte über die globale PR-Arbeit des US-Verteidigungsministeriums. Das Pentagon beschäftigt nur für ihre Öffentlichkeitsarbeit fast so viele Spezialisten, 27.000, wie das gesamte Außenministerium Beschäftigte hat (30.000),“ schrieb der Journalist Peter Wolter auf der Webseite Friedensforschung AG in 2007.

Und weiter: „Bei Staaten, deren Politik ihnen nicht passt, ziehen die USA und andere NATO-Regierungen gerne als erstes den Vorwurf mangelnder Presse- und Meinungsfreiheit aus dem Hut. Dabei wird in der Regel andersherum ein Schuh daraus – nirgendwo wird die öffentliche Meinung so schamlos manipuliert wie in den westlichen Staaten. Nur einige Themen der Berichterstattung: die DDR, das Attentat vom 11. September 2001 oder die Kriege gegen Serbien, den Irak und Afghanistan.

„Dass viele ‚westliche‘ Medien lügen, was das Zeug hält, ist kritischen Beobachtern seit langem klar. Neu hingegen ist, dass jetzt auch die US-Nachrichtenagentur Associated Press (AP) etwas gemerkt hat: Ihr Chef Tom Curley kritisierte am Wochenende in der Universität von Kansas, der Druck der US-Streitkräfte auf Berichterstatter werde allmählich unerträglich. Hohe Generäle hätten gedroht, dass man ‚die AP und ihn zerstören wird, wenn er und die Nachrichtenagentur weiterhin auf journalistischen Prinzipien bestehen'“.

Opposition verhindern – „Facebook-Polizei“ schaffen

RT ist ein von der russischen Regierung gesponserter Sender und vertritt damit eher die Interessen Russlands. Der Sender erreicht Millionen Menschen und stellt eine klare Opposition zur westlichen Presse dar. Die Reichweite von RT könnte eine ernsthafte Gefahr für westliche Regierungen werden, denn: „Wenn das zu viele Leute freiwillig einschalten, dann könnten sie die andere Seite der Medaille sehen und sagen ‘achso, das hab ich aber anders gehört‘“, so Jebsen. Die Menschen könnten das bisherig Geglaubte hinterfragen.

Und damit das nicht passiert, gibt es jetzt in Deutschland eine „Facebook-Polizei“ – „Correctiv“.

Das Recherche-Netzwerk aus Essen gibt es seit drei Jahren. Leitmedien berichten durchwegs positiv über die neue Zensur-Plattform. Warum? Weil die Macher der Webseite von den großen Medien kommen. „Correctiv“ Gründer David Schraven und der Chefredakteur Markus Grill haben lange für die etablierten Medien gearbeitet. „Also sind die neutral?“, fragt Jebsen.

„Das Böse ist immer und überall“

„Correctiv“ hat bereits damit begonnen verschiedene Medien „unter die Lupe“ zu nehmen – darunter auch die Epoch Times.

Auch Ken Jebsens-Plattform KenFM wurde von den „Hütern der Wahrheit“ inspiziert. KenFM wird von „Correctiv“ als „neu rechts“ bezeichnet. Interessanterweise sind die Interviewpartner von Ken Jebsen – der sein erfolgreiches Projekt mit Crowdfounding finanziert und kritisch über die politische Lage weltweit berichtet – überwiegend linksorientierte Personen.

Ein Bericht über KenFM mit dem Titel „Das Böse ist immer und überall“ wurde von „Correctiv“-Chefredakteur Markus Grill mit dem Teaser „Antiamerikanismus, Merkelsass, Verschwörungstheorien“ – „Was Ken Jenbsen mit den Rechtspopulisten verbindet“ auf Twitter verbreitet.

Dazu sagt Jebsen: „Ein Chefredakteur, der glaubt, dass das eine neutrale Berichterstattung ist – in dem er praktisch schon Stimmung schafft – ist nicht neutral.” Und deshalb müsse sich Grill die Frage gefallen lassen, ob er glaube, wirklich der Richtige für die Facebook-Polizei zu sein?

Kein Bedarf an „Facebook-Polizei“

In den vergangenen Wochen überboten sich die Parteien geradezu in der Darstellung der gesellschaftlichen Gefahren, die angeblich von Fake-News ausgehen. Doch tatsächlich gibt es bislang keine Belege dafür, dass die gefälschten Nachrichten in Deutschland überhaupt ein ernstes Problem darstellen, meinen führende Köpfe in der Medienlandschaft, darunter auch Springer-Chef Mathias Döpfner.

Laut „Meedia“ meinte der Medien-Manager auf dem DLD im Gespräch mit Burda-CEO Paul-Bernhard Kallen, dass er die gesamte Debatte für übertrieben halte: „Seit es Journalismus gibt, gibt es Fake-News, und davor wurden auf dem Marktplatz oder in Kneipen Gerüchte ausgetauscht“.

Auch WirtschaftsWoche-Chefredakteurin Miriam Meckel sieht das so: Laut „Meedia“ sagte sie, dass es sich bei Fake-News um ein historisches Phänomen handle. So habe Benjamin Franklin bereits im 18. Jahrhundert eine ganze Zeitung gefälscht.

Nach Einschätzung von Springer-Chef Döpfner würde die Debatte allerdings auch wieder zeigen, welchen Wert eine vertrauenswürdige Quelle für die Leser darstelle: „Verlage sind dafür verantwortlich, dass die Wahrheit berichtet wird, Facebook verteilt sie nur.“

Siehe: „George Orwell war harmlos dagegen“: Axel Springer-Chef kritisiert „Fake News“-Kampf der Bundesregierung)

Der Fake-News-Komplex wäre vor allem „ein von der Politik aufgebauschtes Wahlkampfthema“. Das Social-Media-Watchblog spekuliert dazu, ob man seitens der Politik nicht die Gunst der Stunde nutzen möchte, Facebook „stärker an die Leine zu legen“, so die Zeitung.

Und der FAZ-Herausgeber Jürgen Kaube sagte demnach zu dem Thema, dass die Politiker ja auch nicht immer nur die reine Wahrheit sagen würden. „Über die Sicherheit der Renten, die fiskalische Lage Griechenlands, Massenvernichtungswaffen im Irak, Restlaufzeiten, Elbphilharmoniekosten, CDU-Parteispenden, das No-Spy-Abkommen und so weiter. Soeben glaubten ihnen deshalb alle noch.“

Aus diesen Gründen würden, so „Meedia“, Journalisten und Medien-Profis die politische Debatte um eine vermeintliche Fake-News-Gefahr für nicht wirklich glaubhaft halten.

Wikipedia unter Zensur

Bei „MMM“ spricht Ken Jebsen auch über die einflussreiche Plattform Wikipedia. Dort würden Einträge oft als „wissenschaftlich belegt“ verbreitet, aber tatsächlich „ist Wikipedia eine kleine Zelle, die umstellt ist von subversiven Think-Tanks, die auch von merkwürdigen Menschen querfinanziert werden.“ Diese hätten geopolitische Interessen. Sie produzieren „Fake-News und Verleumdungen“, so Jebsen.

Zwei investigative Autoren haben Wikipedia genauer unter die Lupe genommen und entdeckten Erstaunliches – was sie in zwei Filmen dokumentierten.

„Die dunkle Seite der Wikipedia“:

und der neue Film „Zensur“, der am 18. Februar 2017 im Berliner Babylon seine Premiere feiert:

Keine Hackerangriffe aus Russland, sondern Leaks aus Clinton-Lager

Beim Thema Fake-News geht Jebsen auch auf die angeblichen Hackerangriffe von Russland auf die USA ein: Dem russischen Präsidenten Wladimir Putin wurde nach der US-Wahl vorgeworfen, Cyberangriffe auf den E-Mail-Account von Trump-Konkurrentin Hillary Clinton persönlich angeordnet zu haben. Das Ziel Russlands sei es gewesen, den Milliardär Donald Trump an die Macht zu hieven. Diese Theorie wurde von amerikanischen Geheimdiensten und den westlichen Medien einstimmig verbreitet. Beweise zu den Vorwürfen gibt es bislang nicht.

Es gibt aber einen Beweis dafür, das Russland nicht hinter den Clinton-Leaks steckte: Wie die EPOCH TIMES berichtete, gab es keine Hackerangriffe aus Russland. Craig Murray, der ehemalige britische Botschafter von Usbekistan, gab in einem Gespräch mit der „Daily Mail“ an, die Informationen über die ehemalige US-Präsidentschaftskandidatin von einem Informanten aus dem Clinton-Lager erhalten zu haben.

Murray habe sich in New York mit einem ehemaligen Clinton-Mitarbeiter getroffen, der ihm einen Stick mit Informationen überreichte habe. Murray, der mittlerweile für Wikileaks arbeitet, hat die Nachrichten, die sich auf dem Stick befanden, veröffentlicht. Er sagte zur „Daily Mail“, dass Wladimir Putin nicht hinter den Leaks steckte, sondern er.

USA sabotierten 81 Wahlen zu ihren Gunsten – auch in Deutschland

Unterdessen zeigt Ken Jebsen auf, dass die USA zwischen 1946 und 2000 insgesamt 81 Wahlen im Ausland zu ihren Gunsten beeinflusst hatten. Auch in Deutschland.

„Helmut Kohl war im Amt und hätte es möglicherweise nach der Wiedervereinigung noch einmal geschafft, aber die Amerikaner planten damals schon, Jugoslawien zu zerschlagen. Um dort dann unter anderem den strategischen Stützpunkt Bondsteel aufzubauen“, so Jebsen.

Der Journalist beruft sich dabei auf die Aussage von Jochen Scholz – damals in der SPD-Wahlkampfzentrale tätig – der sagte, dass es im Wahlkampf im Frühsommer 89 ein Meeting zwischen dem damaligen Kanzlerkandidat Gerhard Schröder, dem künftigen Außenminister Joschka Fischer und anderen Politikern gab.

Danach habe Scholz erfahren, „dass über das Thema Kosovo gesprochen wurde, und zwar – natürlich nicht in irgendeiner verbindlichen Form – sondern man hat das so ausgedrückt: also wenn es da mal zu einer Auseinandersetzung kommen sollte, dann erwarten wir schon, dass die neue Bundesregierung unter Schröder sich dann auch mit militärisch engagiert.”

In 1999 ist es auch tatsächlich zu einer deutschen völkerrechtswidrigen Kriegsbeteiligung in Ex-Jugoslawien gekommen. Dieser Krieg, so Scholz, wäre unter Helmut Kohl garantiert nicht zustande gekommen…