Ehemaliger CIA-Auftragnehmer über ISIS: "Komplett erfundener Feind der USA"

Epoch Times, Freitag, 29. August 2014 11:06
Protest in Berlin gegen die Terrorgruppe Islamischer Staat
Protest in Berlin gegen die Terrorgruppe Islamischer Staat
Foto: Carsten Koall/Getty Images

Der frühere CIA-Auftragnehmer Steven Kelley sagte in einem Interview mit Press TV, dass die Terrorgruppe Islamischer Staat, ISIS, ein zur Gänze von den Vereinigten Staaten erschaffenes Feindbild sei.

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"Das sind völlig kreierte Feinde", sagte Kelley zu Press TV, am Donnerstag. 

"Die Finanzierung kommt völlig aus den Vereinigten Staaten und ihren Verbündeten. Die Behauptung, dass dieser Feind in Syrien oder dem Irak angegriffen werden muss, ist eine Farce. Es ist offensichtlich, dass wir diese Feinde erschaffen haben und kontrollieren. Und jetzt ist es bequem für uns, diese Gruppe als legitimen Gegner anzugreifen", so Kelley. 

Der amerikanische Präsident Barack Obama würde eigentlich die Zustimmung vom Kongress benötigen um seine militärischen Luftangriffe gegenüber ISIS im Irak und dem benachbartem Syrien auszubauen.

Das Pentagon hat schon mindestens 100 Luftangriffe auf ISIS-Stützpunkte im Nordirak durchgeführt. Obama wurde zu Beginn des Monats dazu autorisiert Gewalt gegen die Terrorgruppe einzusetzen. 

Das Weiße Haus besteht jedoch darauf, dass es in diesem Fall keine ausdrückliche Zustimmung vom Kongress benötigen würde. Weil, wie es heißt, es darum ginge, amerikanisches Personal und die amerikanischen Interessen in den arabischen Ländern zu schützen. 

Der Sprecher vom Weiße Haus, Josh Earnest, sagte am Montag, dass Obama "nicht zögern würde seine Autorität einzusetzen", um die amerikanischen Staatsbürger zu schützen, so Press TV. Er fügte hinzu, dass der Präsident dazu "entschlossen" wäre, mit dem Kongress über eine Lösung bezüglich ISIS im Irak und Syrien zu sprechen und zu koordinieren. 

"Wenn man zur Wurzel des [ISIS] Problems kommen und die Organisation entfernen möchte, dann ist das erste was man tun muss, die Finanzierung [der Gruppe] zu stoppen und sich um diejenigen kümmern, die diese Gruppe ins Leben gerufen haben", fügte Kelley hinzu. (so)



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