Ein Milliardengeschäft: Macron eröffnet Ableger des französischen Louvre in Abu Dhabi

Heute eröffnete ein Ableger des Louvre in Abu Dhabi. Dadurch wird Frankreich fast eine Milliarde Euro einnehmen.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat am Mittwoch in Abu Dhabi den ersten Ableger des weltberühmten Louvre im Ausland eingeweiht.

Gemeinsam mit seiner Ehefrau Brigitte und Kronprinz Mohammed bin Sajed al-Nahjan sowie 400 geladenen Gästen besichtigte er den Bau des französischen Architekten Jean Nouvel, der über eine spektakuläre Kuppel von 180 Metern Durchmesser verfügt. Am Samstag eröffnet der „Louvre des Sandes“, der sich über 64.000 Quadratmeter erstreckt, dann für Besucher des Emirats.

In dem weißen Bau direkt am Meer auf der Insel Saadijat sind hunderte Werke aus aller Welt zu sehen, von der Antike bis zur zeitgenössischen Kunst. Die Sammlung für das neue Museum war im Jahr 2009 mit dem Aufkauf eines Piet Mondrian für 21,5 Millionen Euro gestartet worden, weitere Leihgaben sind von bekannten französischen Museen wie Schloss Versailles und dem Musée d’Orsay zugesagt.

Abu Dhabi hat für das neue Museum eine Vereinbarung mit Frankreich geschlossen, die unter anderem die Überlassung des Namens „Louvre“ für 30 Jahre und Wechselausstellungen vorsieht. Insgesamt nimmt Frankreich dadurch fast eine Milliarde Euro ein. Der Chef der Kultur- und Tourismusbehörde Abu Dhabis, Mohammed al-Mubarak, nannte das Museum ein Symbol für eine „tolerante Nation“. (afp)

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