Erdbeben der Stärke 6,0 in Ecuador

Stromausfall und Risse in den Häusern: In Ecuador gab es gegen 12:20 deutscher Zeit ein Erdbeben der Stärke 6,0.

Die Küstenregion von Ecuador ist am Sonntag von einem Erdbeben der Stärke 6 erschüttert worden. Das Beben ereignete sich am frühen Sonntagmorgen (06.19 Uhr Ortszeit, 12.39 MEZ) 16 Kilometer vom Küstenort San Vicente entfernt in der Provinz Manabí, wie das Geophysikalische Institut im Kurzbotschaftendienst Twitter mitteilte. Bislang gebe es weder Opfer noch größere Sachschäden zu beklagen, twitterte Präsident Lenín Moreno.

Zunächst lagen nur Berichte über leichte Schäden sowie Stromausfälle vor: An einigen Häusern seien Risse in den Wänden festgestellt worden, sagte die Behördenvertreterin Alexandra Ocles dem Radiosender Ciudadana. In den Orten Chone und Bahía de Caráques gebe es derzeit keinen Strom. Das Erdbeben sei in zehn von 24 Provinzen des Landes zu spüren gewesen.

Die bei Touristen beliebte Provinz Manabí war im April 2016 von einem verheerenden Beben der Stärke 7,8 erschüttert worden. Dabei kamen 673 Menschen ums Leben, es entstanden Schäden in Höhe von umgerechnet rund 2,5 Milliarden Euro. Weil das südamerikanische Land zwischen zwei tektonischen Platten liegt, sind Erdstöße dort keine Seltenheit. (afp)