Experten: Testgelände nach Atomtests in Nordkorea in Mitleidenschaft gezogen

Nach der Serie von Atomtests in Nordkorea ist das Testgelände des Landes offenbar schwer in Mitleidenschaft gezogen. Das Gestein auf dem Testgelände zersplittert stark und wird zunehmend durchlässig, so Experten.

Nach der Serie von Atomtests in Nordkorea ist das Testgelände des Landes nach Einschätzung von Experten schwer in Mitleidenschaft gezogen.

Das Gestein am Berg Mantap, unter dem die letzten fünf der sechs nordkoreanischen Atomtests ausgeführt wurden, gebe Anlass zur Sorge, hieß es am Mittwoch in einem Bericht der renommierten Website „38 North“. Nach dem bisher gewaltigsten Atomtest vom 3. September könnte die Ausdehnung des betroffenen Gebiets bis zu 1,4 Kilometer um den Explosionsort reichen.

Die Experten sprechen bei solchen Auswirkungen auf das Gestein infolge von unterirdischen Atomtests vom „Tired Mountain Syndrome“ (Müder Berg Syndrom). Gemeint ist damit, dass das Gestein stark zersplittert und zunehmend durchlässig wird.

Nach dem jüngsten nordkoreanischen Atomtest waren drei kleinere Erdbeben in der Region des Testgeländes aufgetreten. Solche Erschütterungen gab es den Experten zufolge auch nach US-Atomtests in Nevada, wie Frank Pabian und Jack Liu schrieben.

Allerdings dürfte das nordkoreanische Atomtest-Gelände im Nordwesten des Landes nach Ansicht der Experten dennoch nicht aufgegeben werden. Es gebe in Punggye-ri noch zwei bisher nicht genutzte Tunnelkomplexe. In manchen Berichten war zuvor gemutmaßt worden, dass das Testgelände nicht mehr für weitere Atomtests genutzt werden könne. (afp)