Fitch stuft Venezuelas staatlichen Ölkonzern als teilweise zahlungsunfähig ein

Fitch folgt der Ratingagentur S&P und stuft die Kreditwürdigkeit des staatlichen venezolanischen Ölkonzerns PDVSA herab. Venezuela ist hoch verschuldet, obwohl es über die größten Erdölreserven der Welt verfügt.

Die Ratingagentur Fitch hat die Kreditwürdigkeit des staatlichen venezolanischen Ölkonzerns PDVSA herabgestuft. Der Konzern werde als teilweise zahlungsunfähig bewertet, teilte Fitch am Dienstag mit. Inhaber von PDVSA-Anleihen hätten fällige Zahlungen erst mit einer Woche Verspätung erhalten.

Fitch folgt der Ratingagentur S&P, die Venezuela am Montag für teilweise zahlungsunfähig erklärt hatte. Der Staat konnte auch nach Ablauf einer Gnadenfrist Gläubiger-Forderungen in Höhe von 200 Millionen Dollar (gut 170 Millionen Euro) nicht begleichen.

Eine Konferenz mit internationalen Gläubigern, bei der über eine Umschuldung beraten werden sollte, war am Montagabend (Ortszeit) in Caracas nach nur 25 Minuten ohne eine Einigung zu Ende gegangen. Ein in New York beratender Gläubigerausschuss vertagte sich auf Dienstag.

Venezuela ist hoch verschuldet, obwohl es über die größten Erdölreserven der Welt verfügt.

Venezuelas Devisenreserven sind auf weniger als zehn Milliarden Dollar zusammengeschmolzen. Allein bis zum Jahresende werden Rückzahlungen von 1,47 Milliarden Dollar fällig, 2018 stehen weitere acht Milliarden Dollar an. (afp)

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