Flüchtlingskrise: Schieben Regierungen ihre Häftlinge nach Europa ab?

Epoch Times, Donnerstag, 21. Januar 2016 20:26
Wie viele unter den Hunderttausenden Migranten, die im Zuge der Flüchtlingswelle nach Europa kommen, waren Straftäter in ihren Herkunftsländern? Eine Zahl dazu gibt es nicht, da diese durch die unkontrollierte Masseneinwanderung nicht einmal Ansatzweise eruiert werden könnte.
Migranten-Boot vor der griechischen Küste
Migranten-Boot vor der griechischen Küste
Foto: ARIS MESSINIS/Getty Images

Wer waren die Männer die in der Silvesternacht in Köln und anderen Städten Frauen massenhaft belästigt haben? Woher kamen sie? Aktuell weiß man nur, dass die meisten von ihnen Nordafrikaner und Araber waren. Zumindest heißt es das von Seiten der Polizei. Die Stimmung gegenüber Flüchtlingen hat sich mit den Silvester-Übergriffen in Deutschland enorm verschlechtert. 

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Viele fragen wahrscheinlich: Wie können Menschen die in ihrer Heimat schreckliches erlitten, solche Taten begehen? 

Doch die Frage lautet viel mehr, sind die Hunderttausenden Menschen, die während der unkontrollierten Masseneinwanderung nach Europa gelangen, wirklich alle vor Krieg, Zerstörung und Verfolgung geflohen?

Auf diese Frage gibt es eine Antwort von der man nur selten hört. Der Journalist und Autor Gerhard Wisnewski befasste sich näher mit dieser Frage und schrieb auf Kopp-Online: "Afrika und andere Staaten 'entsorgen' ihr Prekariat und ihre Kriminellen in Deutschland und Europa. Einige 'Flüchtlinge' kamen direkt aus dem Gefängnis zu uns." 

Ein Gefängnisinsasse ist teuer und in Afrika platzen die Zuchthäuser aus allen Nähten. Es gibt schwere Fälle die hinter Gitter gebracht werden müssen. Deshalb bietet die Flüchtlingswelle gen Europa die perfekte Chance für Regierungen ihre Verbrecher loszuwerden, so Wisnewski. Diese Darlegung wird durch ein Schreiben des Diplomaten Serge Boret Bokwango, ein Mitglied der Ständigen Vertretung des Kongo bei den Vereinten Nationen in Genf (UNOG), untermauert. Am 8. Juni 2015 veröffentlichte die italienische Nachrichtenseite Julienews einen offenen Brief von ihm. Darin hieß es:

"Die Afrikaner, die ich in Italien sehe, sind der Abschaum und Müll Afrikas. Ich frage mich, weswegen Italien und andere europäische Staaten es tolerieren, dass sich solche Personen auf ihrem nationalen Territorium aufhalten … Ich empfinde ein starkes Gefühl von Wut und Scham gegenüber diesen afrikanischen Immigranten, die sich wie Ratten aufführen, welche die europäischen Städte befallen. Ich empfinde aber auch Scham und Wut gegenüber den afrikanischen Regierungen, die den Massenexodus ihres Abfalls nach Europa auch noch unterstützen."

Schlepper holen "Flüchtlinge" direkt aus Gefängnissen 

"Ich hole jetzt 150 Flüchtlinge aus dem Gefängnis – 20 Flüchtlinge am Tag, das fällt nicht so auf," zitiert der "Zürcher Tagesanzeiger" einen libyschen Schlepper. Der 34-jährige kaufe Gefangene frei, "um diese später in Richtung Europa verschiffen zu können." Der Eritreer kassiere dabei doppelt. Einmal von den Flüchtlingen für den Freikauf und einmal für die Überfahrt.

Alhagie ist so ein Einwanderer, der direkt aus dem Gefängnis nach Europa kam. Der Afrikaner saß in Gambia in Haft und wurde im Mai 2015 in Sizilien von der "Zeit" interviewt. 

"Ich hatte ein Problem mit der Regierung", sagte der Flüchtling zur Zeitung. "Weißt du, in Gambia hast du schnell ein Problem mit der Regierung", so Alhagie. "Du wählst den falschen Mann, du sagst das Falsche, und schon sitzt du im Gefängnis. Manchmal weißt du nicht mal, was du falsch gemacht hast, und sie nehmen dich trotzdem fest. Und glaub mir, im Gefängnis in Gambia überlebst du nicht lange." 

Aus welchem Grund er eingesperrt wurde, sagte Alhagie aber nicht. 

Seine Reise nach Europa beschrieb er der "Zeit" wie folgt: "Ich bin nicht aus dem Gefängnis geflohen. Eines Nachts kamen Soldaten, sie haben uns geweckt und etwa 30 von uns in einen Lastwagen verladen. Wir wussten nicht, wo sie uns hinbringen, ich dachte schon, sie erschießen uns. Dann haben sie uns an den Hafen gefahren. 'Das ist euer Boot', sagten sie. Wir mussten an Bord gehen."

Nach fünf Tagen auf See entdeckte die Küstenwache das Boot vor der italienischen Küste. Mittlerweile lebt Alhagie in Deutschland.

Ist ein Gefängnisaufenthalt immer Teil des Leidensweges?

Oft wird ein Gefängnisaufenthalt als Teil des Leidensweges der Migranten dargestellt. Doch über die Hintergründe der Gefangenschaft wird oft nur wenig bekannt, oder es wird gar nicht gefragt, kritisiert Wisnewski.   

Es hieße nur, dass die Menschen im Gefängnis waren, von Schleppern misshandelt wurden, und fast im Mittelmeer ertranken. "Sie werden unterdrückt, verfolgt, einige saßen im Gefängnis ein", zitiert der Journalist aus einem Bericht der "Waiblinger". "Ihr einziger Ausweg: die Flucht als einzige Hoffnung – die Hoffnung zu überleben."

Kriminelle unter Flüchtlingen - nur Einzelfälle?  

Die Syrer Yasser und Ivan kamen auch als "Flüchtlinge" nach Deutschland. Vor ihrer Flucht saßen sie in Haft. Einer in der Türkei, der andere in Bulgarien. Auch ihre Angaben sind wenig konkret. "Über das, was sie in ihrer Heimat erlebt haben, reden sie immer noch nicht gern, bleiben eher vage", berichtete die Westdeutsche Allgemeine Zeitung vergangenen Sommer.  

Demnach erzählten die Syrer "von ständiger Angst vor Luftangriffen und Bomben, vor willkürlichen Verhaftungen und Bedrohungen, von Todesangst auch vor Massakern des Islamischen Staates". Doch von ihrer persönlichen Geschichte sprachen sie nicht. 

"Würde ein politisch Verfolgter oder ein Kriegsflüchtling nicht viel konkreter von seinen ganz persönlichen schrecklichen Erlebnissen erzählen, als allgemein daherzuplaudern?," fragt der Journalist Gerhard Wisnewski auf Kopp-Online. 

Auch in der Schweiz fallen kriminelle Migranten auf: "Beweise haben wir nicht. Aber es ist ziemlich klar, dass unter den Asylbewerbern, die aus Tunesien kommen, auch Kriminelle sind, die nach dem Sturz von [Staatschef] Ben Ali aus den Gefängnissen geflohen sind", sagte der Chef des Empfangszentrums Chiasso, Antonio Simona, der "Weltwoche" in 2011. 

Sie würden dadurch auffallen, dass sie sich "sehr aggressiv" gegenüber den Helfern verhielten. "Sie schimpfen und drohen. Es sind keine echten Flüchtlinge, und sie behaupten das nicht einmal. Sie suchen Arbeit, keinen Schutz. Im Befragungsprotokoll steht nur selten etwas von Verfolgung." (so) 

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