Frankreich: Nordkoreas Raketen können Europa erreichen

Nordkoreanische Raketen können nach Einschätzung Frankreichs nun auch Europa erreichen. Nur "wenige westliche Städte" seien gegen einen möglichen Beschuss mit Atomsprengköpfen geschützt, so Verteidigungsministerin Parly.

Nordkoreanische Raketen können nach Einschätzung Frankreichs nun auch Europa erreichen.

Verteidigungsministerin Florence Parly sagte am Donnerstag dem Fernsehsender BFMTV, nur „wenige westliche Städte“ seien gegen einen möglichen Beschuss mit Atomsprengköpfen geschützt. „Europa wie auch die Vereinigten Staaten sind sicherlich in Reichweite dieser Abschüsse“, fügte sie hinzu.

Den neuerlichen Abschuss einer Interkontinentalrakete durch Pjöngjang am Mittwoch nannte sie eine „Demonstration des Machtzuwachses“ von Machthaber Kim Jong Un. Als Reaktion müsse die internationale Gemeinschaft „den Weg der Sanktionen weiterverfolgen“.

Diese müssten von allen Beteiligten umgesetzt werden, auch von China und Russland. Die Krise könne nur diplomatisch gelöst werden, betonte Parly. Der UN-Sicherheitsrat hat bereits acht Mal Strafmaßnahmen gegen Nordkorea beschlossen.

Nordkorea hatte am Mittwoch (Ortszeit) eine Interkontinentalrakete vom Typ Hwasong-15 getestet. Anschließend erklärte Pjöngjang, das gesamte US-Festland liege nun in Reichweite nordkoreanischer Raketen. US-Präsident Donald Trump kündigte daraufhin neue Sanktionen gegen Nordkorea an. (afp)