Französische Obdachlosenhilfe erinnert Macron an Wohnungs-Versprechen

Eine französische Hilfsorganisation für Obdachlose hat Präsident Macron an sein Versprechen erinnert, alle Wohnungslosen unterzubringen. Der Präsident hatte im Sommer gesagt, er wolle "bis zum Ende des Jahres niemanden mehr auf der Straße sehen".

Eine französische Hilfsorganisation für Obdachlose hat Präsident Emmanuel Macron an sein Versprechen erinnert, alle Wohnungslosen unterzubringen. Der Verband Droit au Logement (DAL, Recht auf Wohnen) demonstrierte am Montagabend vor dem Wohnungsministerium in Paris. Auf Plakaten stand Macrons Zusage vom Juli, er wolle „bis zum Ende des Jahres niemanden mehr auf der Straße sehen“.

Zu der Protestaktion versammelten sich am ersten Weihnachtsfeiertag rund 100 Menschen, darunter viele Kinder. Sie hielten ein Banner mit der Aufschrift hoch: „Die Stadt ist kein Monopoly-Spiel“. Die Demonstranten forderten zugleich den Rücktritt von Wohnungsminister Jacques Mézard, der den Auftrag des Präsidenten nicht erfüllt habe. „Es gibt immer mehr Obdachlose, und zugleich stehen zahlreiche Wohnungen leer“, sagte DAL-Sprecher Jean-Baptiste Eyraud.

Im Juli hatte Macron bei einer Rede zur Flüchtlingspolitik in Orléans auch die „würdige Unterbringung“ aller Obdachlosen und die Einrichtung neuer Notunterkünfte versprochen. „Ich will keine Frauen und Männer mehr auf der Straße sehen“, sagte er. (afp)

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