Friedensverhandlungen: Assad zu Gesprächen mit „echter syrischer Opposition“ bereit – „Wahrheit ist Hauptopfer im Nahost-Konflikt“

Vor der Friedenskonferenz in der kasachischen Hauptstadt Astana, sagte Syriens Staatschef Baschar al-Assad nun, er sei bereit mit der "echten syrischen Opposition" zu verhandeln. Nicht aber werde er mit Vertretern "die ihre Wurzeln in Saudi-Arabien, Frankreich oder Großbritannien haben" über die Zukunft seines Landes diskutieren. Zudem zeigt sich Assad optimistisch zum bevorstehenden Machtwechsel in den USA.

Der syrische Staatschef Baschar al-Assad äußerte sich nun zu den bevorstehenden Friedensgesprächen zu Syrien.

Gegenüber einer französischen Delegation, die die lang umkämpfte Stadt Aleppo besucht hatte, sagte Assad, dass er zu „uneingeschränkten Verhandlungen mit einer patriotischen syrischen Opposition“ bereit wäre, berichtet RT. Mit, vom Westen finanzierten Söldnern oder islamischen Terroristen, wolle er aber nicht über die Zukunft seines Landes verhandeln.

Assad bezweifelt jedoch, dass eine „wirkliche syrische Opposition“ bei den Friedensverhandlungen in der kasachische Hauptstadt Astana vertreten sein wird. Er sei aber dennoch bereit eine syrische Regierungsdelegation zu den Verhandlungen zu entsenden.

Russland und die Türkei haben im Syrien-Konflikt vermittelt und die Friedensverhandlungen möglich gemacht.

„Wir haben angekündigt, dass unsere Delegation für diese Konferenz bereit sein wird, sobald der genaue Zeitpunkt bestimmt wurde. Wir sind bereit, alles zu verhandeln, alles. Es ist völlig offen und es gibt keine Limits hinsichtlich dieser Verhandlungen“, sagte Baschar al-Assad laut RT.

Die große Frage sei aber, „wer kommt von der anderen Seite?“.

„Wird es die wirkliche syrische Opposition sein? Und wenn ich syrische Opposition meine, dann nicht jene Vertreter mit Wurzeln in Saudi-Arabien, Frankreich oder Großbritannien. Es sollte die Opposition sein, die über syrische Fragen diskutieren möchte“, zitiert RT den syrischen Staatschef.

Assad gab demnach auch zu verstehen, dass er, wenn das syrische Volk ihn nicht mehr als Präsidenten haben wolle, seinen Platz räumen würde. Aber er werde nicht auf Zuruf aus dem Ausland oder in dessen Interesse seinen Posten als syrischer Staatschef aufgeben.

Mit Blick auf den kommenden amerikanischen Präsidenten Donald Trump sagte Assad: „Wir hoffen, dass die nächste US-Regierung die Realitäten anerkennen will. Aber was wir in den letzten Jahren gelernt haben, ist, dass zu viele Beamte bestimmte Dinge sagen und dann das Gegenteil tun“.

Zudem beklagte der syrische Staatschef die Berichterstattung in den westlichen Leitmedien. Diese versuchten „regelmäßig Öl ins Feuer zu gießen“. Die Versuche die syrische Regierung zu diskreditieren seien „im Westen“ jedoch weitgehend gescheitert, da die Menschen damit begonnen hätten, „nach der Wahrheit zu suchen“. Assad fügte hinzu, dass die Wahrheit das Hauptopfer während der Ereignisse im Nahen Osten gewesen sei.

Nichtsdestotrotz meinte er, dass der Machtwechsel in den USA eine positive Entwicklung bringen könnte. Denn das syrische Problem sei nicht isoliert zu betrachten. Es handle sich nicht um einen „syrisch-syrischen Konflikt“.

Ein großer Teil des Konflikts sei „regional und internationalisiert“. Am einfachsten sei der syrisch-syrische Teil zu behandeln, so Assad. Der Rest sei hauptsächlich von den Beziehungen zwischen den USA und Russland abhängig.

Sollte es eine echte Initiative zur Verbesserung der Beziehungen zwischen den USA und Russland geben, werde sich das auf jedes Problem in der Welt einschließlich Syrien auswirken, gibt sich der syrische Präsident zuversichtlich.

Siehe auch:

Assad nach Sieg in Aleppo: Für den Westen ist die Niederlage der Terroristen das Besiegen ihrer Marionetten

Schlagworte

, , , ,