Illegale Einwanderung: Migranten landen an spanischem Urlaubsstrand – und versetzen Urlauber in Aufruhr

Am Mittwoch erreichte ein Migrantenboot die spanische Küste. Nachdem ihr Boot die Playa de los Alemanes in Zahara de los Atunes erreicht hatte, liefen die Flüchtlinge und Migranten inmitten perplexer Badegäste über den Strand.

Die Ankunft eines Flüchtlingsbootes mit rund 50 Passagieren hat Strandbesucher im Süden Spaniens in Aufruhr versetzt.

Nachdem ihr Boot die gut besuchte Playa de los Alemanes in Zahara de los Atunes erreicht hatte, liefen die Migranten inmitten perplexer Badegäste über den Strand, wie von Medien am Donnerstag veröffentlichte Videoaufnahmen zeigen.

Die Migranten hätten die andalusische Küste am Mittwochnachmittag erreicht, bestätigten die zuständigen Behörden. Ein Sprecher der paramilitärischen Polizeieinheit Guardia Civil teilte mit, die Ankunft so vieler Flüchtlinge am helllichten Tage und an einem belebten Strand sei zwar äußerst ungewöhnlich. Seit Wochen träfen aber an der Küste der Provinz Cádiz immer mehr Flüchtlingsboote ein.

200 Migranten stürmen Grenze zwischen Marokko und spanischer Exklave Ceuta

Erst vor wenigen haben knapp 200 Migranten aus Afrika die befestigte Grenze zwischen der spanischen Nordafrika-Exklave Ceuta und Marokko überrannt. Die Flüchtlinge hätten am Montagmorgen um fünf Uhr einen Grenzposten gestürmt und seien auf spanisches Territorium vorgedrungen, teilten die Behörden von Ceuta mit. Sie sprachen von insgesamt 187 Menschen, welche die Grenze übertreten hätten.

Ein Polizeisprecher wertete den Vorfall als ungewöhnlich: Zwar kletterten regelmäßig größere Gruppe von Migranten über den Grenzzaun, sagte er. Dass sie aber einen mit Sicherheitskräften bemannten Grenzposten stürmten und überrannten, sei schon lange nicht mehr vorgekommen.

In Ceuta wurden die Migranten in ein Aufnahmezentrum weitergeleitet, wo sie Asylanträge für Spanien stellen können. Fernsehbilder zeigten, dass viele von ihnen den gelungenen Grenzübertritt feierten: Sie warfen ihre Arme jubelnd nach oben, ein Mann kniete auf spanischem Boden nieder.

Ceuta ist von zwei acht Kilometer langen und sechs Meter hohen Zäunen umgeben. Die Stadt liegt auf dem nordafrikanischen Festland, gehört aber zu Spanien – so wie auch die zweite Nordafrika-Exklave Melilla. Die beiden Kommunen werden von der einzigen Landgrenze zwischen der EU und Nordafrika gesäumt. (afp/dpa/so)

Schlagworte