Imam schockt mit Hetzpredigt in Mekka: Dschihadisten sollen „bösartige Christen besiegen“

Von 17. September 2016 Aktualisiert: 17. September 2016 14:26
In Mekka hielt der wichtigste Imam des Islam eine Schockrede. Er bat "Allah" den Dschihadisten einen weltweiten Sieg über die "bösartigen Christen" zu schenken. Unterdessen weitete Saudi-Arabien seinen unmenschlichen Krieg im Jemen aus.

„Oh Allah, schenke Sieg, Ehre und Macht unseren Brüdern, den Dschihadisten im Jemen, in Syrien, im Irak, auf der ganzen Welt. Lass sie triumphieren über die verräterischen Juden, die bösartigen Christen und die unzuverlässigen Heuchler!,“ hetzte der Imam Abdurrahman ibn Abdulaziz as-Sudais, in Mekka vor Hunderttausenden Pilgern.

Abdurrahman ibn Abdulaziz as-Sudais ist aber nicht irgendein Imam oder ein verrückter Dschihadist, sondern der Imam der wichtigsten Moschee des Islam, die sich in saudiarabischen Stadt Mekka befindet. Er ist Salafist und Wahabit und gilt bei sunnitischen Muslimen als einer der verläßlichsten und populärsten Interpreten des Korans.

Das „Gebet“ in der Moschee, die Ziel der jährlichen Haddsch der Muslime aus aller Welt ist, fand am 4. September gemeinsam mit ägyptischen Muslimen statt, wie das Magazin „Katholisches“ berichtete. Die Moschee erstreckt sich über ein Gelände von mehr als 35 Hektar und faßt mehr als 800.000 Menschen.

Predigen in Mekka – Krieg im Jemen

Während der Imam seine schockierende Rede in Mekka hielt, befahl das saudische Königshaus weitere Angriffe auf den Jemen. Dort tötet die saudische Luftwaffe skrupellos Zivilisten, um den Sieg über die schiitische Gegenseite zu erringen. Zu den Angriffszielen gehören auch mit Patienten überfüllte Krankenhäuser, Schulen und Betriebe zur Herstellung von Lebensmitteln.

Die USA ist einer der wichtigsten Partner des saudischen Königreichs. Nachdem Saudi-Arabien in 2010 der damaligen US-Außenministerin und derzeitigen US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton eine beachtliche „Spende“ zukommen lies, gab Washington grünes Licht zum Waffenverkauf in Rekordhöhe an das saudische Regime. Die USA lieferten Riad in den vergangenen fünf Jahren Waffen im Wert von 60 Milliarden Dollar. Während der gesamten Amtszeit von US-Präsident George W. Bush waren es nur 16 Milliarden gewesen.

Laut einem Reuters-Bericht habe Saudi-Arabien 5,4 Milliarden Dollar für den Kauf von Flugabwehrraketen, 11,25 Milliarden für vier Kriegsschiffe, 1,29 Milliarden für „intelligente“ Bomben ausgegeben.

 

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