Korruption: Brasiliens Präsident wollte Ermittlungen gegen Staatskonzern Petrobras behindern

Michel Temer, Präsident von Brasilien, wollte die Ermittlungen bezüglich Korruption gegen den staatlichen Ölkonzern Petrobras verhindern. Das Oberste Gericht des Landes genehmigte Ermittlungen wegen Korruption gegen das Staatsoberhaupt.

Der brasilianische Präsident Michel Temer hat nach Überzeugung der Justiz versucht, die Ermittlungen zum Korruptionsskandal um den staatlichen Ölkonzern Petrobras zu behindern.

Temer und der einflussreiche Senator Aécio Neves gehörten zu denjenigen, die die unter dem Namen „Operation Car Wash“ bekannten Ermittlungen verhindern wollten, erklärte Generalstaatsanwalt Rodrigo Janot am Freitag.

Mit den neuen Vorwürfen wächst der Druck weiter auf Temer. Erst am Vortag hatte das Oberste Gericht in einem Paukenschlag Ermittlungen wegen Korruption gegen das Staatsoberhaupt genehmigt.

Hintergrund ist ein heimlicher Mitschnitt eines Gesprächs, in dem Temer Schweigegeldzahlungen an den inhaftierten ehemaligen Parlamentspräsidenten Eduardo Cunha gebilligt haben soll. Dieser soll über umfassendes Wissen zu den Beteiligten in dem Korruptionsskandal verfügen.

Die sich häufenden Rücktrittsforderungen wies der 76-jährige Präsident noch am Donnerstag zurück. (AFP)

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