„Verleumdung“: Kreml weist Doping-Vorwürfe gegen Putin aus ARD-Dokumentation zurück

Der Kreml hat Vorwürfe einer direkten Verstrickung von Präsident Putin in das russische Staatsdoping zurückgewiesen. Es gebe nicht einen "einzigen Beweis" für die Beschuldigungen, heißt es.

Der Kreml hat Vorwürfe einer direkten Verstrickung von Präsident Wladimir Putin in das russische Staatsdoping mit scharfen Worten zurückgewiesen. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow sprach am Dienstag von „Verleumdung“. Es gebe nicht einen „einzigen Beweis“ für die Beschuldigungen.

Peskow bezog sich auf einen Bericht der ARD-Sendung „Geheimsache Doping“ vom Montag, in dem der frühere Chef des Dopingkontroll-Labors in Moskau, Grigori Rodtschenkow, zu Wort kam.

Rodtschenkow machte Putin direkt für das systematische Doping russischer Sportler verantwortlich: „Natürlich kam es von ganz oben, vom Präsidenten. Weil nur er den Inlandsgeheimdienst FSB für eine so spezielle Aufgabe einsetzen kann.“

Rodtschenkow floh 2016 in die Vereinigten Staaten – nach dem Tod von zwei ranghohen Mitarbeitern der russischen Anti-Dopingagentur. Nachdem er zunächst eine wichtige Rolle im Zusammenhang mit dem russischen Staatsdoping hatte, kooperiert er inzwischen mit den Ermittlern. In den USA lebt er an unbekanntem Ort. Von den russischen Behörden wird er gesucht.

Peskow bezeichnete Rodtschenkow als „abscheulichen“ Kriminellen, der „Probleme mit dem Gesetz“ habe. „Er kann eindeutig nicht als glaubwürdige Quelle behandelt werden.“ Der ARD-Bericht bleibe bewusst jede andere Quelle schuldig, um die Angaben zu bestätigen.

Das Olympische Komitee (IOC) hatte Russland Anfang Dezember wegen staatlichen Dopings von den Spielen in Pyeongchang in Südkorea im Februar ausgeschlossen; dasselbe gilt für die anschließenden Paralympics.

Russische Athleten dürfen aber unter der olympischen Flagge antreten, wenn sie nachweislich nicht gedopt sind. Putin hatte die IOC-Entscheidung als politisch motiviert bezeichnet. (afp)

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