Kurdenmiliz verkündet Abkommen mit Russland über Trainingsmission in Syrien

Die in Nordsyrien einflussreiche Kurdenmiliz YPG, die von Ankara als terroristisch eingestuft wird, hat nach eigenen Angaben mit Russlands Streitkräften ein Ausbildungsabkommen geschlossen, das heute in Kraft trat.

Die in Nordsyrien einflussreiche Kurdenmiliz YPG, die von Ankara als terroristisch eingestuft wird, hat nach eigenen Angaben mit Russlands Streitkräften ein Ausbildungsabkommen geschlossen. Die Vereinbarung sehe die Schulung kurdischer Kampfverbände in „moderner Militärtaktik“ vor, erklärte ein Sprecher der kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG). Es ist das erste Abkommen Russlands dieser Art mit einer Kurdenmiliz in Syrien.

Das Nachbarland Türkei betrachtet die YPG als terroristische Vereinigung; die Zusammenarbeit Russlands mit der YPG dürfte in Ankara auf scharfe Ablehnung stoßen. Nach Angaben des YPG-Sprechers wurde das Abkommen am Sonntag unterzeichnet, es trat demnach am Montag in Kraft.

Die YPG ist die wichtigste Kraft innerhalb der Allianz Syrische Demokratische Kräfte (SDF), die größere Gebiete im Norden Syriens an der Grenze zur Türkei kontrollieren. Die US-Streitkräfte schätzen die YPG als effiziente Kraft im Kampf gegen die IS-Dschihadistenmiliz und unterstützen sie mit Waffen. Ankara fordert seit langem, dass Washington die Kooperation mit den Milizen einstellt. (afp)