Michael Flynns plötzlicher Rücktritt: Dieses Komplott gegen Trump steckt dahinter

Hinter dem plötzlichen Rücktritt des Nationalen Sicherheitsberaters Michael Flynn steckt mehr als nur ein Telefonat mit einem Russen.

Ex-Mitglieder der Obama-Regierung haben Trumps Sicherheitschef Michael Flynn zu Fall gebracht. Das schreibt das Magazin „Washington Free Beacon“ am 14. Februar. Ihr Ziel sei die Sabotage von Donald Trumps Sicherheitsteam gewesen und ihre eigentliche Agenda: Den Atomdeal mit dem Iran in bestehender Form zu bewahren. Der Atom-Deal ist US-Präsident Trump ein Dorn im Auge. Er hatte schon im Wahlkampf erklärt, dass man den Iran damit unnötigerweise gestärkt habe. Im Rahmen des Deals waren Paletten voller Bargeld per Flugzeug an den Iran geliefert worden – 1,7 Milliarden Dollar.

Ein scharfer Gegner des Iran-Deals von Obama war auch Trumps Sicherheitsberater Michael Flynn. Die Obama-Regierung befürchtete, dass Trump durch Flynn lang gehütete Geheimnisse über den Deal an die Öffentlichkeit bringen könnte.

Mehrere Insider aus dem Weißen Haus sagten gegenüber dem „Free Beacon“, dass Flynn deshalb mit einer Reihe gezielter Negativgeschichten in den großen Medien zu Fall gebracht wurde – bevor er auspacken konnte.

Ein Komplott von Geheimdienst und Medien

Insider, die mit der Anti-Flynn-Kampagne vertraut sind, meinten zu dem Magazin, dass Obama-Loyalisten schon Monate vor Trumps Amtseinführung eine Taktik erarbeiteten, wie sie Trumps Sicherheitsteam sabotieren könnten.

Die Insider sprachen anonym, damit sie nicht mit dem offiziellen Narrativ des Weißen Hauses kollidierten – weil es ja heißt, Flynn habe zurücktreten müssen, weil er Vizepräsident Pence falsch über ein Gespräch mit dem russischen Botschafter Sergey Kislyak informierte.

Top-Mitglieder vom Nationalen Sicherheitsteam der Obama-Regierung hatten Kommunikationskanäle für die Zeit nach ihrer Amtszeit aufgebaut und Reportern erklärt, man werde diese Wege nutzen, um Trumps Außenpolitik zu unterminieren. Aktuell geht es um neun Personen in und außerhalb des Weißen Hauses, welche Geheiminformationen an Journalisten herausgaben. (Zum Medienkomplott hier zusätzliche Hintergrund-Infos.)

War der Atom-Deal schlecht für Iran?

Heikle Details über das Atom-Abkommen wurden absichtlich von der Obama-Regierung unter Verschluss gehalten. Die Obama-Regierung hatte den Mythos verbreitet, dass der Iran-Deal gut gewesen sei, weil er den Iran technisch zurückgeworfen habe, so der Artikel des „Free Beacon“. Und hätte Michael Flynn, der ein scharfer Gegner des Iran-Deals war, die Wahrheit darüber an die Öffentlichkeit gelassen, wäre der Deal in seiner bestehenden Form nicht mehr haltbar gewesen.

„Es sind in der Tat Ben Rhodes, NIAC und die iranischen Mullahs, die heute feiern“, so ein erfahrener Außenpolitik-Insider, der Flynn und dem Weißen Haus nahe steht. „Sie alle wussten, dass ihr kleines heiliges Abkommen mit dem Iran publik werden würde. Deshalb haben sie Flynn abgesägt, bevor irgendwelche [geheimen] Vereinbarungen überhaupt ans Tageslicht kamen.“

Flynn kritisierte Geheimhaltung von Bin Laden-Akten

Bloomberg-Kolumnist Eli Lake sagte gegenüber „Free Beacon“, dass Flynn als einer der Top-Gegner der Obama-Regierung war. Flynn habe die Regierung sogar öffentlich beschuldigt, Geheimdokumente unter Verschluss zu halten, die bei der Razzia gegen Osama bin Laden gefunden worden waren. Darin sei die enge Beziehung des Irans mit al-Qaida zu sehen gewesen.

Flynn ist jetzt „weg, bevor irgendjemand mitkriegt, was eigentlich passiert ist“ sagte ein anderer Flynn-naher Insider zu „Free Beacon“. Einige der fraglichen Obama-Getreuen seien noch immer im Weißen Haus, andere würden ihnen von außen zuarbeiten. Der Rücktritt Flynns sei ihr erster großer Sieg gewesen. Falls das Trump-Team nicht ernsthaft aufräume, würde es nicht der letzte sein.

Interessant: Nachdem „Free Beacon“ den Artikel gebracht hatte, gab es gestern eine prompte Reaktion aus dem Iran, in der vor der Veröffentlichung von Details des Abkommens gewarnt wurde.

Trump kündigte heute in einem Tweet an, man werde die Geheimnisverräter schnappen.

Und dann war da noch „Pizzagate“ …

Nachdem Flynn zurückgetreten war, twitterte am 13. Februar Hillary Clintons Berater Philippe Reines eine Nachricht an Michael Flynn und dessen Sohn (der wegen eines Pizzagate-Tweets von Trump gefeuert worden war).

„What goes around COMETS around“ (sinngemäß „Was du sähst, das wirst du ernten)

„Bezüglich Ihrer Pizza-Obsession“ empfiehlt Reines den beiden gescheiterten Trump-Männern, sich eine Jobs bei einer Pizza-Kette zu suchen.

Hillary Clinton verbreitete den Tweet und fügte hinzu: Philipp habe seine eigene Art, die Dinge auszudrücken, aber er habe hier mal deutlich gemacht, wohin Fake News führen würden:

„Comet“ ist der Name des in die Schlagzeilen geratenen Washingtoner Pizzalokals, in dem Kinderhandel eines mächtigen Pädophilen-Ringes stattfinden soll. Hillary Clintons Berater John Podeste hatte mit dem Besitzer des Lokales einen regen und sonderbaren Emailwechsel, wie Wikileaks ans Licht brachte.

Unbedingt lesen:

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