Mysteriöse Frau schrie 45 Minuten vor Las Vegas-Massaker „Ihr werdet alle sterben!“ – USA unter Schock

Konzertbesucher sagen, dass eine hispanische Frau mit „einer schockierenden Vorahnung“ die Besucher kurz vor dem Massaker warnte. - Zusammenfassung des Tages

Die mysteriöse Frau schrie und wurde daraufhin mit ihrem männlichen Begleiter rausgeworfen.

„Sie sind überall“, schrie die Frau. „Ihr werdet alle sterben!“

Sie sei eine hispanische Frau und etwa fünfzig Jahre alt gewesen.

Bei der Frau soll es sich nicht um Marilou Danley, die Freundin des Schützen, handeln. Danley ist Asiatin. Sie wurde von der Polizei festgenommen und später freigelassen.

„Ihr werdet alle sterben!“, schrie die Frau nur 45 Minuten bevor die ersten Schüsse ertönten.

Sicherheitsleute eskortierten die Frau mit ihrem Begleiter vom Veranstaltungsort weg. Kurz darauf starben mindestens 58 Menschen im Kugelhagel.

Rund 22.000 Fans hörten laut Polizei gerade ein Konzert von Country-Star Jason Aldean, als gegen 22.00 Uhr am Sonntag, 1. Oktober (07.00 Uhr MESZ am 2. Oktober, Montag) Schüsse fielen. Augenzeugen berichteten von Salven aus Automatikwaffen.

„Wir hörten dem Konzert zu und hatten unseren Spaß, dann hörten wir etwas, das wie Böller klang“, sagte Konzertbesucher Joe Pitz der Lokalzeitung „Las Vegas Sun“.

Dann sei Jason Aldean von der Bühne gerannt und alle in der Nähe des Casino-Hotels seien in Deckung gegangen.

Robert Hayes, ein Feuerwehrmann aus Los Angeles, der in der Nähe der Bühne stand, glaubte zunächst, mit der Musikanlage stimme etwas nicht.

Als klar war, dass es sich um Schüsse handelte, gehörte er zu den ersten freiwilligen Helfern. Es habe gewirkt wie ein „Kriegsschauplatz“, sagte Hayes dem Sender Fox News.

 

Die Ermittler gehen davon aus, dass es sich bei Paddock um einen Einzeltäter, einen sogenannten „einsamen Wolf“, handelte.

Keine Verbindungen zum IS festgestellt

Zu den Motiven des 64-Jährigen war zunächst nichts bekannt, doch reklamierte die Daesh/IS die Tat für sich.

Der Schütze sei vor einigen Monaten zum Islam konvertiert, erklärte deren Propagandaorgan Amaq.

Der jüngere Bruder des Schützen, Eric Paddock, sagte dagegen dem Sender CBS, sein Bruder sei „weder religiös noch politisch engagiert gewesen“.

Er habe zwar eine Jagdlizenz besessen, sei aber kein Waffennarr gewesen und habe auch keine psychische Erkrankungen gehabt.

Zusammenfassung desTages:

Die USA unter Schock: In Las Vegas hat ein 64-jähriger Rentner von einem Hotel-Casino aus am Sonntagabend (Ortszeit) das Feuer auf Besucher eines Open-Air-Konzerts eröffnet und dabei mindestens 58 Menschen getötet und mehr als 500 weitere verletzt. Danach habe er sich selbst erschossen, teilte die Polizei am Montag mit. Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) reklamierte die Tat für sich, das FBI sah jedoch keine Verbindungen zu einer Terrororganisation.

Nach Angaben des Sheriffs von Las Vegas, Joseph Lombardo, handelte es sich bei dem mutmaßlichen Schützen um einen früheren Buchhalter namens Stephen Paddock. Dieser lebte demnach in Mesquite rund 130 Kilometer nordöstlich von Las Vegas und hatte sich ein Zimmer im 32. Stock des „Mandalay Bay“ gemietet, von dem aus er auf die Besucher des Country-Festivals „Route 91 Harvest“ feuerte. Bevor ein Sondereinsatzkommando sein Zimmer stürmte, tötete sich der 64-Jährige, sagte Lombardo. In seinem Zimmer befanden sich demnach mindestens acht Waffen, darunter mehrere Gewehre.

Zehntausende Menschen besuchten das dreitägige Festival. Rund 22.000 Fans hörten laut Polizei gerade ein Konzert von Country-Star Jason Aldean, als gegen 22.00 Uhr (07.00 Uhr MESZ) erste Schüsse fielen. Augenzeugen berichteten von ganzen Salven aus Automatikwaffen, von Panik und Chaos.

„Wir hörten dem Konzert zu und hatten unseren Spaß, dann hörten wir etwas, das wie Böller klang“, sagte Konzertbesucher Joe Pitz der Lokalzeitung „Las Vegas Sun“. Dann sei Jason Aldean von der Bühne gerannt und alle in der Nähe des Casino-Hotels in Deckung gegangen.

Robert Hayes, ein Feuerwehrmann aus Los Angeles, der in der Nähe der Bühne stand, glaubte zunächst, mit der Musikanlage stimme etwas nicht. Als klar war, dass es sich um Schüsse handelte, gehörte er zu den ersten freiwilligen Helfern. Es habe gewirkt wie ein „Kriegsschauplatz“, sagte Hayes dem Sender Fox News.

Die Ermittler gehen davon aus, dass es sich bei Paddock um einen Einzeltäter, einen sogenannten „einsamen Wolf“, handelte. Zu den Motiven des 64-Jährigen war zunächst nichts bekannt, doch reklamierte die IS-Miliz die Tat für sich. Der Schütze sei vor einigen Monaten zum Islam konvertiert, erklärte das IS-Propagandaorgan Amaq.

Der jüngere Bruder des Schützen, Eric Paddock, sagte dagegen dem Sender CBS, ihm sei die Tat völlig schleierhaft. Sein Bruder sei weder religiös noch politisch engagiert gewesen, er habe zwar eine Jagdlizenz besessen, sei aber kein Waffennarr gewesen und habe auch keine psychische Erkrankungen gehabt.

Ein Sprecher der US-Bundespolizei FBI erklärte, es gebe bisher keine Hinweise auf Verbindungen des Schützen zu internationalen Terrororganisationen. Allerdings war sein vor einigen Jahren verstorbener Vater ein Bankräuber und wurde zeitweise von der Bundespolizei FBI auf der Liste der zehn meistgesuchten Verbrecher geführt. Nach Darstellung von Eric Paddock hatten er und sein Bruder jedoch keinen Kontakt zum Vater.

Das Blutbad löste allgemeines Entsetzen aus. US-Präsident Donald Trump sprach von einer „Tat des reinen Bösen“ und kündigte für Mittwoch seinen Besuch in Las Vegas an. Gleichzeitig rief Trump sein Land zur Geschlossenheit. Zusammen mit seiner Frau Melania, Vizepräsident Mike Pence und dessen Frau Karen gedachte er im Garten des Weißen Hauses der Opfer. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die britische Premierministerin Theresa May sowie Papst Franziskus zeigten sich erschüttert.

In den USA gibt es immer wieder tödliche Angriffe mit Schusswaffen. Trotz mehrerer Amokläufe an Schulen und Universitäten gelang es Trumps Vorgänger Barack Obama nicht, gegen den Widerstand der Republikaner schärfere Waffengesetze durchzusetzen. In jüngster Zeit gab es zudem mehrere blutige Anschläge auf Bars oder Veranstaltungsorte. Das Weiße Haus erklärte nach den Schüssen von Las Vegas, eine Debatte über eine Verschärfung der Waffengesetze sei „verfrüht“, bevor nicht die Hintergründe geklärt seien.

(afp/aw /rls)