Nächtliche Proteste im Iran fordern neun weitere Totesopfer

Bei den Protesten im Iran soll es nach Angaben des staatlichen Fernsehens Irib weitere neun Tote gegeben haben.

Bei Protesten im Iran in der Nacht zum Dienstag sind nach staatlichen Medienberichten neun Menschen getötet worden.

In der Region um Isfahan im Zentrum des Landes seien sechs Demonstranten, ein Mitglied der Revolutionsgarden, ein Passant sowie ein Polizist getötet worden, berichtete das Staatsfernsehen. Der Tod des Polizisten war zuvor bereits gemeldet worden.

Die sechs Demonstranten seien bei Zusammenstößen mit Sicherheitskräften getötet worden, als sie versucht hätten, eine Polizeiwache in der Stadt Kahderidschan zu stürmen. Das Mitglied der Revolutionsgarden sowie der Passant seien im nahegelegenen Kahris Sang getötet worden. Überdies seien in der Nacht rund hundert Menschen in der Region festgenommen worden.

In früheren Berichten war überdies der Tod eines Polizisten gemeldet worden. Dieser wurde den Medienberichten zufolge mit einem Jagdgewehr in Nadschafabad erschossen.

Damit wurden bislang schätzungsweise insgesamt 21 Menschen bei den Protesten getötet, die am Donnerstag in Maschhad begonnen und sich auf andere Landesteile ausgeweitet hatten. (afp)