Pädophilen-Ring im britischen Parlament: Hochrangige Politiker in Kindesmissbrauch und Morde verwickelt?

Aktuell untersucht Scotland Yard Mordfälle welche mit einem Pädophilen-Ring, in dem vermutlich auch Regierungsbeamte aus London verwickelt sind, zu tun haben könnten, sagte die Metropolitan Police dem britischen Telegraph. Seit Monaten beschäftigen …

Aktuell untersucht Scotland Yard Mordfälle welche mit einem Pädophilen-Ring, in dem vermutlich auch Regierungsbeamte aus London verwickelt sind, zu tun haben könnten, sagte die Metropolitan Police dem britischen Telegraph.

Seit Monaten beschäftigen sich die Beamten bereits mit den Untersuchungen eines Pädophilen-Ring mit Verbindungen zum britischen Parlament. 
Scotland Yard startete die Operation "Fairbank" vor zwei Jahren. Die Ermittlungen beschäftigen sich mit den Vorwürfen, dass hochkarätige Politiker in den 1970er und 1980er Jahren in organisierten Kindesmissbrauch beteiligt gewesen waren.
Aktuell gehen die Untersuchungen in eine neue Richtung, da die Beamten Informationen über Morde im Zusammenhang mit dem Pädophilen-Ring erhalten haben. Identitäten der angeblichen Mordopfer sind noch nicht veröffentlicht worden. Die Metropolitan Police, auch als The Met bezeichnet, sagte nur, dass sich die Untersuchungen in Richtung "möglicher Mordfälle" ausweiten, berichtet der Telegraph.
Ein Scotland Yard-Sprecher teilte der Zeitung mit: "Im Laufe der letzten Monate arbeiten die Beamten innerhalb der Metropoliten Specialist Crime und Operations an der Operation Fairbank. Es gibt Hinweise auf schwere sexuelle Missbräuche, die von vor über 30 Jahren stattgefunden haben. 
"In den vergangenen Wochen führten uns die Untersuchungen zu weitere Informationen bezüglich möglicher Morde. Basierend auf unseren derzeitigen Kenntnissen ist dies das erste Mal, dass solche Informationen an die Met weitergeleitet wurden."
Der Sprecher fuhr fort: "Die Ermittler aus der Child Abuse Investigation Abteilung arbeiten eng mit den Kollegen aus der Mordkommission und dem Major Crime Kommando zusammen, um diese Informationen zu prüfen."
Operation Fairbank wurde eingeleitet, nachdem der Abgeordnete Tom Watson in 2012 darauf aufmerksam machte, dass es einen Pädophilen-Ring im britischen Parlament gab. Watson sagte, dass die Dokumente mit den Beweisen welche zur Verurteilung von Peter Righton führten, "klare Hinweise" enthalten, welche auf einen Pädophilen-Ring hindeuten. Righton wurde in 1992 wegen seiner Beteiligung an Kinderpornographie verurteilt.

Watson wendete sich an die Met, die bereits die Vorwürfe des Kindesmissbrauchs im Elm Guest House in Barnes, South West London in den 1980er Jahren untersuchten.
Im Gespräch mit der BBC, sagt eines der angeblichen Opfer, dass es von "hochrangigen Militärs und Politikern" als Jugendlicher in den 1970er und 1980er Jahren missbraucht worden wäre. Der Mann erzählte, dass er zwischen 1975 und 1984 von einer "Bande" regelmäßig missbraucht wurde.
Er fuhr fort, dass zwischen 15 und 20 Kinder mit Autos abgeholt und in Hotels und Appartements gebracht wurden, wo sie körperlich und sexuell missbraucht worden wären. 
Der Mann, der heute knapp 40 Jahre alt ist und seine Identität nicht preisgeben wollte, sagte zur BBC: "Das waren sehr mächtige Leute und sie haben mein Leben neun Jahre lang kontrolliert. Sie verbreiteten Angst und drangen in jeden meiner Körperöffnungen ein, Tag für Tag. Ich fragte nicht was sie wollten, ich machte einfach was sie sagten, die Bestrafungen waren sehr streng."
Er fügte hinzu: "Sie hatten keine Bedenken, das zu tun was sie tun wollten. Einige von ihnen sprachen ganz offen darüber, wer sie waren. Sie hatten überhaupt keine Angst erwischt zu werden. Sie haben nicht einmal an so etwas gedacht."
Im August diesen Jahres gab Scotland Yard bekannt, die Anzahl der Beamten in den Ermittlungen gegen den mutmaßlichen Pädophilen-Ring im Westminster zu verdreifachen. (so)
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