„Ride2Freedom”: Jugendliche setzen sich mit ganzem Herzen gegen die Verfolgung von Falun Gong in China ein

Jugendlichen aus aller Welt fuhren mit ihren Fahrrädern knapp 5.000 Kilometer durch die Vereinigten Staaten, um die Menschen auf die Verfolgung und Ermordung von Falun-Gong-Praktizierenden durch die Kommunistische Partei in China aufmerksam zu machen

Die gebürtige Iranerin Ghazal Tavanaiei lebt seit 11 Jahren in Dubai. 2007 stellte ihr ihr Vater Falun Gong (auch Falun Dafa genannt) vor. Es ist eine spirituelle Praktik mit fünf meditativen Übungen und einer Ausrichtung dess Lebens nach den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht.

Ihr Vater habe immer nach der Wahrheit und dem Sinn des Lebens gesucht, erzählt Ghazal. Dabei habe er viele verschiedene Arten von Yoga und viele verschiedene Praktiken versucht. Im Iran lernte er Falun Gong kennen und begann zu praktizieren.

„Sobald ich anfing, [Falun Gong] zu lernen, fand ich so viele Antworten. So viele Fragen, die ich viele Jahre lang hatte, wurden plötzlich beantwortet“, erzählt Ghazals Vater, Fariborz Tavanaiei.

Ghazal war zu dieser Zeit noch ein junges Mädchen und an anderen Dingen interessiert. Aber im Sommer 2011 nahm sie „Zhuan Falun“ in die Hand (das Hauptbuch von Falun Gong) und begann es zu lesen. Sie fand es auf Anhieb sehr interessant.

„Du bist anders als wir“

Dubai ist ein sehr luxuriöser Ort mit viel Nachtleben. Doch Ghazal ist nicht an diesem Lebensstil interessiert, deswegen wird sie manchmal gefragt: “Du bist anders als wir, wieso magst du das denn alles nicht? Du könntest so viel Spaß haben.“

Ihre Antwort ist dann immer: “Weißt du, ich bin nicht wirklich an diesen Dingen interessiert, weil es mein Ziel ist, etwas in dieser Welt zu verändern und die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Und Falun Dafa hat mir dabei wirklich geholfen“.

Falun Gong verbreitete sich sehr schnell in ganz China

Falun Dafa wurde am 13. Mai 1992 zum ersten Mal eine breiten Öffentlichkeit vorgestellt und verbreitete sich nur durch persönliche Empfehlungen sehr schnell in China.

Das chinesische Volk aus allen Schichten der Gesellschaft – Ärzte, Landwirte, Arbeiter, Soldaten, Intellektuelle, Mitglieder der kommunistischen Partei – begann, diese Praktik aufzunehmen“, heißt es in einem Bericht der NGO Freedom House.

Falun Dafa wurde so populär, dass es staatlich gefördert wurde, sodass es 1999 schon 100 Millionen Anhänger zählte.

Verfolgung von Falun Gong seit 1999 – Folter und Organraub inklusive

Im Juli 1999 ordnete der damalige oberste Führer der Kommunistischen Partei Chinas, Jiang Zemin an, Falun Gong mit einer Kampagne buchstäblich auszurotten. Beobachter sagen, es war vor allem seine Angst, dass sich die moralischen Lehren von Falun Gong als attraktiverer weisen würden als die Ideologie der Kommunistischen Partei.

Um die Verfolgung durchzuführen, schuf Jiang Zemin eine außerrechtliche, zivile Sicherheitsmacht, die als das Büro 610 bekannt ist.

„Im Juli 1999 begann die Kampagne so richtig und das volle Gewicht des repressiven Apparates der KPCh brach über Falun Gong herein. Geradezu dämonische Propaganda überflutete den Äther, Tausende von Menschen wurden inhaftiert und Millionen wurden gezwungen, Versprechen zu unterzeichnen, dass sie mit dem Praktizieren aufhören“, heißt es in dem Freedom-House-Bericht weiter. Auch wurden Praktizierende für den staatlich sanktionierten Organraub getötet.

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Falun-Gong-Praktizierende demonstrieren friedlich für eine Beendigung der Verfolgung

Seitdem haben Falun-Gong-Praktizierende versucht, zu einer Beendigung der Verfolgung beizutragen, indem sie Menschen innerhalb und außerhalb Chinas erzählen, was Falun Gong ist und wie die Menschen unschuldig verfolgt werden.

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Auch Ghazal will die Verfolgung beendet sehen. Dafür beteiligte sie sich im Sommer 2015 zusammen mit 30 Jugendlichen aus 15 verschiedenen Ländern an dem Projekt „Ride to Freedom“.

Die Jugendlichen fuhren mit ihren Fahrrädern knapp 5.000 Kilometer durch die Vereinigten Staaten, um die Menschen auf die Verfolgung und Ermordung von Falun-Gong-Praktizierenden durch die Kommunistische Partei in China aufmerksam zu machen und Kindern zu helfen, die durch die Verfolgung zu Waisen wurden.

(as)

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