Russland ist verärgert über die Türkei: Putin bringt Erdoğan vor UN-Sicherheitsrat

Russland ist sich sichtlich verärgert über die Aktionen der Türkei: Der Abschuss des russischen Kampfjets, der Einmarsch im Irak, die Ölgeschäfte mit der Terrorgruppe Daesh... Das alles bewegt die Russen dazu, die Türkei vor den UN-Sicherheitsrat zu bringen.

Russland bringt die Türkei vor den UN-Sicherheitsrat: Auch wenn es sich nicht um eine Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats handelt und bei der Sitzung keine Entscheidungen getroffen werden, ist dies trotzdem höchst unangenehm für das Nato-Land Türkei.

Vor den Vereinten Nationen soll das Verhalten der Türkei gegenüber Russland und dem Irak diskutiert werden. Der Abschuss des russischen Kampfbombers durch die türkische Luftwaffe und die Präsenz der türkischen Armee im Irak, sollen besprochen werden, berichten die Deutschen Wirtschafts Nachrichten. 
Es wäre auch durchaus denkbar, dass die Russen bei dieser Gelegenheit ihre Beweise für die Ölgeschäfte zwischen der türkischen Regierung unter Recep Tayyip Erdoğan und der Terrormiliz Daesh (Islamischer Staat) dem Sicherheitsrat vorlegen werden. 
Die Sondersitzung soll laut "DWN" unter dem Vorsitz der USA nach einer Ratssitzung zur Westsahara statt finden.

Türkischer Einmarsch im Irak – Obama greift ein

Die türkische Armee ist vor wenigen Tagen mit mehreren Panzern, Artilleriegeschützen und Soldaten im Irak einmarschiert. Die Türkei ließ Soldaten sowie Panzer in die Nähe der von der Terrormiliz Daesh, Islamischer Staat, besetzten Stadt Mossul im Nordirak verlegen. Der Irak forderte zum sofortigen Rückzug auf. Der Übergriff sei eine eindeutige Verletzung des Völkerrechts, hieß es aus Bagdad.

Der Vorsitzende des Sicherheitskomitees der irakischen Regierung, Hakim al-Samili, drohte dem türkischen Präsidenten Erdoğan sogar, militärische Unterstützung von Russland gegen die türkischen Truppen in Mossul anzufordern.
Dazu kam es aber nicht mehr: US-Präsident Barack Obama mischte sich in den Konflikt ein und forderte die Türkei zum Rückzug aus dem Irak auf.
"Die USA unterstützen keine Militäreinsätze im Irak, die ohne die Zustimmung der irakischen Regierung erfolgen. Dies betrifft die Stationierung von US-Militärpersonal als auch militärisches Personal aus einem anderen Land," sagte Obamas Sondergesandte, Brett McGurk, am Sonntag so "DWN".
Darauf hin habe die Türkei am Montag insgesamt 350 Soldaten von der türkisch-irakischen Grenze abgezogen. Weiters heißt es, dass die Türkei in dem Gebiet um Mossul rund 600 Soldaten stationiert habe. (so)