Russland wirft den USA Kriegsverbrechen in Syrien vor

Die US-Streitkräfte verwehrten Flüchtlingen in der Al-Tanf-Region Zugang zu humanitärer Hilfe, heißt es aus Russland. Das "kann als Kriegsverbrechen eingestuft werden".

Russland wirft den USA Kriegsverbrechen in Syrien vor. Die US-Streitkräfte verwehrten Flüchtlingen in der Al-Tanf-Region Zugang zu humanitärer Hilfe, hieß es in einer am Freitag veröffentlichten Stellungnahme des Syrien-Versöhnungs-Zentrums, das dem Verteidigungsministerium in Moskau untersteht.

Zehntausende Syrer im Flüchtlingslager Al-Rukban nahe der Grenze zu Jordanien hätten keinen Zugang zu humanitärer Hilfe, da die Vereinigten Staaten in Al-Tanf illegal einen Militärstützpunkt errichtet hätten. Jeder, der sich diesem Stützpunkt auf weniger als 55 Kilometer nähere, werde mit dem Tod bedroht, hieß es in Moskau weiter.

Das Vorgehen des US-Militärs und der von ihm unterstützten internationalen Anti-IS-Koalition in Al-Tanf sei ein schwerer Verstoß gegen internationales Recht und „kann als Kriegsverbrechen eingestuft werden“, zitierten russische Nachrichtenagenturen aus der Erklärung.

Al-Tanf liegt an der Hauptverbindungsstraße zwischen Damaskus und Bagdad. Der dortige Stützpunkt wird nach Angaben Washingtons von britischen und US-Spezialkräften genutzt, um syrische Rebellengruppen im Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) zu unterstützen.

Russland hatte im Herbst 2015 militärisch in den Syrien-Konflikt eingegriffen und unterstützt gemeinsam mit dem Iran den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. (afp)

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