Sicherheitsbeamter: Deutscher Ingenieur in Libyen vermisst

In Libyen wird ein deutscher Ingenieur vermisst, der für den Siemens-Konzern arbeite, heißt es aus Sicherheitskreisen.

In Libyen wird nach Angaben aus Sicherheitskreisen ein deutscher Ingenieur vermisst. Wie ein Vertreter der libyschen Sicherheitsbehörden am Freitag der Nachrichtenagentur AFP sagte, verschwand der Deutsche, der für den Siemens-Konzern arbeite, zusammen mit drei türkischen Kollegen auf dem Weg zwischen dem Flughafen von Ubari und dem Elektrizitätswerk, an dessen Bau sie mitwirkten.

„Derzeit können wir nicht von einer Entführung sprechen“, sagte der Vertreter der Sicherheitsbehörden, der nicht namentlich genannt werden wollte. „Wir haben keinerlei Forderung erhalten. Ermittlungen sind im Gange.“

Bei den drei Türken handelt es sich den Angaben zufolge um einen Ingenieur und zwei Techniker, die für das türkische Unternehmen Enka arbeiten. Ubari liegt etwa tausend Kilometer südlich der libyschen Hauptstadt Tripolis.

Seit dem Sturz von Libyens langjährigem Machthaber Muammar al-Gaddafi im Herbst 2011 herrscht Chaos in dem nordafrikanischen Land. Weite Teile Libyens werden von bewaffneten Milizen kontrolliert. (afp)