So will US-Präsident Trump der Falle der Globalisierung entkommen

Die USA änderte 2017 ihre Wirtschaftsstrategie und will sich unabhängig von Importen machen. Zudem veranlasste Donald Trump eine Untersuchung zum Diebstahl geistigen Eigentums durch China. Ein Artikel von Jack Lifton.

Die Mainstream Medien haben wegen ihrer einseitigen Haltung gegenüber US-Präsident Donald Trump die wohl dynamischste Veränderung in Amerikas Außenpolitik – etwas das es seit einem Jahrhundert nicht gab – verpasst. Sie wurde in diesem Jahr vom Präsidenten eingeleitet.

Es begann mit dem Ausstieg aus dem Pariser Klimaabkommen, dann folgte die Veröffentlichung der Nationalen Sicherheitsstrategie 2017 – die Trump-Administration verfolgt den großen Plan, die Stellung der USA in einer Welt der konkurrierenden Nationen sicherzustellen und weiterhin zu verbessern.

Durch den Rückzug aus dem Pariser Abkommen sind die USA nicht mehr durch lähmende Industriestandards eingeschränkt, die zum Teil von den größten Verunreinigern der Welt selbst bestimmt wurden.“

Ziel ist es, den Rückgang des amerikanischen Einflusses und Ansehens, den die vorherigen Regierungen durch ihr Festhalten am bröckeligen Traum vom Wilson’schen Progressivismus und Globalismus verursacht haben, nunmehr zu stoppen. Man kann diese Strategie als die „Trump-Doktrin“ bezeichnen.

Wirtschaftskrieg und das Pariser Klimaabkommen

Die Kräfte, die Amerika feindlich gesinnt sind, haben sich nie dem Dogma des Globalismus angeschlossen. Demnach könnten alle Nationen durch friedlichen Handel zusammenarbeiten. Diese Kräfte benutzen den ökonomischen Wettbewerb, um die Wirtschaft ihrer eigenen Nation zu stärken und so ihre geographische Region zu dominieren.

Derzeit gibt es drei Akteure im großen Spiel des 21. Jahrhunderts um die regionale Vorherrschaft: Die USA (die das bisher nicht so sahen), die Volksrepublik China sowie die Russische Föderation.

Nach dem wirtschaftlichen Zusammenbruch der Sowjetunion und ihrer friedlichen Auflösung 1989 riefen kurzsichtige Politikanalysten im Westen schon das „Ende der Geschichte“ aus.

Doch dabei vergaßen sie China. China, der größte kommunistische Staat der Welt, ist damals nicht kollabiert. Stattdessen lernte man in China eine wertvolle Lektion von der ehemaligen UdSSR, mit der man das Erbe von Marxismus und Leninismus teilt.

Der chinesische Führer Deng Xiaoping und seine Nachfolger formulierten und verfeinerten den „Kapitalismus mit chinesischen Charakteristika“ (CWCC) als ökonomischen Mechanismus, der China zur asiatischen Hegemonie verhelfen soll.“

Zur gleichen Zeit hat die Russische Föderation, Nachfolgerin der Sowjetunion, einen rücksichtslosen Grenzraumkapitalismus eingeführt, um die Vorherrschaft über die früheren Sowjetstaaten wiederzuerlangen.

Globale Finanzindustrie übernahm die Herrschaft

Die USA erkannten für sich dort keine militärische Herausforderung und auch kein wirtschaftliches Problem. Als Konsequenz zogen sie sich schlicht aus dem Wettbewerb mit beiden Nationen zurück.

Amerikanische und europäische Fabrikanten übergaben das Management ihrer Firmen auf globalem Level an Finanz-Ingenieure. Jeden Gedanken an die Konsequenzen ihrer Handlungen radierten sie schon während der Planungen dazu aus.

Die amerikanische Regierung, und in weniger starkem Umfang auch die europäischen Regierungen, schauten der Globalisierung der Finanzen schweigend zu, diesem Höhepunkt von Globalisierung und Progressivismus.

Sowohl Europa als auch die Vereinigten Staaten akzeptierten China als gleichberechtigt in der Welthandelsorganisation (WTO).

Gewinner: China

Doch vom Rückzug des Westens aus dem ökonomischen Wettbewerb zog China vollen Nutzen. Dabei geht es um das zweigleisige Ziel des „Kapitalismus mit chinesischen Charakteristika“. Einerseits sollen zum Zwecke des Wirtschaftswachstums und der chinesischen Dominanz hinreichend kritische Naturressourcen erlangt bzw. kontrolliert werden.

Andererseits muss dem chinesischen Marktkapitalismus intern erlaubt werden, um wirtschaftliches Wachstum und Entwicklung zu streiten, um schließlich gegenüber den USA aufzuholen.

Russland gewann die Kontrolle über sein westliches und zentral asiatisches „nahes Ausland“ schlicht durch ökonomische und militärische Mittel. In Europa hat Russland dabei den Widerstand der nun unabhängigen Ukraine gespürt. Doch weiterhin, wie seit Jahrhunderten, hat Russland als Hegemonialmacht Einfluss auf ukrainische Politik.

Donald Trump: Der Ressourcen-Imperialismus bedroht das Land

Erst unter Donald Trump haben die USA schließlich den Wettstreit aufgenommen. Zeitgleich bereiten sich die USA nun darauf vor, zurückzuschlagen. Trump hat den Ressourcen-Imperialismus als wesentliche Wirtschaftsbedrohung der amerikanischen Hegemonie im Westen ausgemacht. Dementsprechend handelt er jetzt auch.

Durch den Ausstieg aus dem Pariser Abkommen werden die USA nicht mehr von bröckeligen Industriestandards zurückgehalten, die zum Teil von den weltweit größten Umweltverschmutzern festgelegt worden sind. Besonders die Baustähle unserer Zivilisation, Eisen und Aluminium, können ohne den dauerhaften Gebrauch von großen Mengen an Elektrizität weder produziert noch verschrottet werden.

Kohlekraftwerke: China ignoriert das Klimaabkommen

China baut indes weiterhin sowohl Kohle- als auch Atomkraftwerke. Die Argumentation dahinter: Sie hätten das Recht, gegenüber den entwickelten Ländern aufzuholen. Dabei ist China heute nicht nur der weltweit größte Produzent von Baustählen, sondern produziert außerdem bereits 60 Prozent aller Metalle.

Amerikas Ausstieg aus dem Pariser Abkommen stärkt die Möglichkeiten des Landes, die kritische fossil und nuklear betriebene Grundlasterzeugung beizubehalten. Zugleich erlaubt das, Chinas Scheinheiligkeit im Klimaabkommen bloßzustellen und zu ignorieren.

Legierungen: Russland ignoriert völlig das Klimaabkommen

Russland ist weiterhin Anführer in Abbau und Verhüttung von Legierungsmetallen, was im Zusammenhang mit modernen Anforderungen an Struktur und Energiespeicherung kritisch ist. Und das Pariser Abkommen? Wird dabei völlig vernachlässigt.

Wenn sich die USA nicht schnellstens wieder behaupten und eine sichere und effektive Versorgung mit kritischen Technologiemetallen und –materialien einführen, werden sie bis Ende des nächsten Jahrzehnts von der chinesischen Technologie-Industrie abhängig sein – sowohl was alltägliche Konsumgüter angeht, als auch für den militärischen Bedarf.

USA setzte neue Prioritäten: Abhängigkeit vom Import beenden

Die nationale Sicherheitsstrategie stellt fest, dass die USA für den Wettbewerb mit China und Russland zunächst und am allerdringendsten den eigenen Bedarf an kontinuierlicher Energieproduktion im Auge behalten müssen.

Ein Exekutivbefehl vom 20. Dezember fordert eine Identifizierung aller kritischen Industrie-Roh-Materialien an. Darin heißt es weiter, die derzeitige Abhängigkeit von Importen in fast allen zivilen und militärischen Bereichen umzukehren. Das zeigt auch, dass Trump das Problem erkannt hat.

Trump möchte die amerikanische Sicherheit erneuern, indem alle kritischen Materialien, die den heimischen Lebensstandard aufrechterhalten und erhöhen, autark gewonnen werden sollen. Das gibt Sicherheit vor ausländischen Eingriffen.

Das Wirtschaftsmodell Silicon Valley ist gescheitert

Das amerikanische Silicon Valley Modell, entworfen vom globalistischen Kapital, ist gescheitert. Denn es ist eine Illusion, Produkte in Palo Alto zu entwerfen, aber in China bauen zu lassen, wegen dem „niedrigen Arbeitslohn“. Dass ignoriert komplett, dass – Schuldenprobleme mal beiseitegelassen – im „Kapitalismus mit chinesischen Charakteristika“ China längst eine konkurrierende Wirtschaft aufgebaut hat.

Chinas Wirtschaft fußt darauf, dass alle für eine moderne high-tech Produktions-Wirtschaft nötigen kritischen Rohmaterialien staatlich gesteuert beschafft werden. Es ist nicht die Niedriglohnarbeit, die China zum Vorteil verhilft, sondern die ganzheitliche Haltung: Der Konkurrenzgedanke ist hier Ziehkind des „Kapitalismus mit chinesischen Charakteristika“.

Trump veranlasst Untersuchung zum Diebstahl geistigen Eigentums durch China

Dass China nun von Trump für seinen Unternehmer-Merkantilismus getadelt wird, ist eine weitere Säule der Trump Doktrin. Trump veranlasste nach Abschnitt 301 des Trade Acts von 1974 eine Untersuchung zum chinesischen Diebstahl von geistigem Eigentum.

Heute führt das Militär der USA die weltweite Spitzenliste an. Russland hat das zweitmächtigste Militär, China folgt, ohne viel Abstand, auf Platz drei. Dafür pusht China am härtesten – sowohl ökonomischen Nationalismus als auch Ressourcen-Imperialismus.

Für Amerika gäbe es kaum Hoffnung, weiter das prosperierendste Land der Welt zu sein, wenn nicht der Wettbewerb um ökonomische Vorherrschaft akzeptiert wird. Die Trump Doktrin sorgt jedenfalls dafür, dass es überhaupt einen echten Wettbewerb gibt.

Jack Lifton (USA) ist Senior Fellow am Institut für die Analyse der globalen Sicherheit (IAGS) sowie Direktor von TM Research. Meinungen, die in diesem Artikel zum Ausdruck kommen, sind die Meinung des Autors und spiegeln nicht unbedingt die Sicht der Epoch Times wider.

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