„Sorry, that page doesn’t exist!“: Twitter-Mitarbeiter schaltet Account von US-Präsident Trump vorübergehend ab

Ein Twitter-Mitarbeiter hat den privaten Twitter-Account von US-Präsident Donald Trump abgeschaltet - mit Absicht. "Es ist schockierend, dass irgendein Twitter-Mitarbeiter den Account des Präsidenten schließen konnte. Was, wenn er stattdessen eine Fake-Botschaft getwittert hätte?"

Zum Abschied aus der Firma hat ein Twitter-Mitarbeiter den privaten Twitter-Account von US-Präsident Donald Trump vorübergehend abgeschaltet.

Wie Twitter  am Donnerstag erklärte, war Trumps Account @realDonaldTrump am Abend für elf Minuten deaktiviert. Twitter hatte zuvor in einer Erklärung von einem „menschlichen Fehler eines Twitter-Mitarbeiters“ gesprochen.

Besucher der Adresse @realDonaldTrump wurden gegen 19.00 Uhr (Mitternacht MEZ) von der Botschaft „Sorry, that page doesn’t exist!“ („Entschuldigung, diese Seite existiert nicht“) überrascht. Der Account sei „versehentlich deaktiviert“ worden, hieß es zunächst.

Es war Absicht

Später stellte Twitter klar, ein Mitarbeiter des Unternehmens aus der Kundenbetreuung habe den Account an seinem letzten Arbeitstag abgeschaltet, das Unternehmen werde eine „vollständige interne Untersuchung führen“. Diese führte nach Angaben vom Freitag zu „Schutzmaßnahmen“, damit so etwas nicht wieder passieren könne. Twitter nehme den Vorfall ernst, erklärte das Unternehmen.

Trumps privater Twitteraccount, dem mehr als 41,7 Millionen Abonnenten folgen, ist einer der des US-Präsidenten. Der offizielle Account des US-Präsidenten – @POTUS als Abkürzung für President of the United States (Präsident der Vereinigten Staaten) – hat 20,9 Millionen Follower. Er war am Donnerstag offenbar nicht abgeschaltet worden.

Sicherheitsbedenken: Schockierend, wie einfach das geht

Dass ein Twitter-Mitarbeiter so einfach Zugriff auf Trumps Privataccount haben konnte, bestärkte nun bereits zuvor geäußerte Sicherheitsbedenken. „Es ist schockierend, dass irgendein Twitter-Mitarbeiter den Account des Präsidenten schließen konnte. Was, wenn er stattdessen eine Fake-Botschaft getwittert hätte?“ schrieb der Herausgeber des Magazins „Politico“, Blake Hounshell, auf Twitter. „Im Ernst, was, wenn diese Person über einen erfundenen Atomangriff auf Nordkorea getwittert hätte?“

Andere Nutzer zeigten sich belustigt über den Vorfall: „Star Trek“-Schauspieler George Takei schrieb, er habe sich in eine Zeit zurückversetzt gefühlt, in der die Dinge nicht so „verdammt absurd“ gewesen seien. Einige schrieben scherzhaft, der Twitter-Mitarbeiter habe eine „Medaille“ verdient.

Der demokratische Abgeordnete Ted Lieu versprach dem scheidenden Twitter-Mitarbeiter gar eine Pizza: „Du hast dafür gesorgt, dass sich Amerika für elf Minuten besser fühlt“, tweetete er. Der Übeltäter solle ihm eine Privatnachricht schreiben und Lieu werde ihm eine Pizza von der Restaurant-Kette „Pizza Hut“ kaufen.

(afp/so)

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