Trump: Der Krieg im Mittleren Osten ist für die USA „solch ein Fehler – in Leben und 6 Billionen-Dollar“

US-Präsident Donald Trump hat nach türkischen Angaben zugesagt, die Waffenlieferungen an die syrischen Kurden einzustellen. Er sagte auch, dass es für die USA ein schwerer Fehler war im Mittleren Osten überhaupt Krieg zu führen.

US-Präsident Donald Trump hat nach türkischen Angaben zugesagt, die Waffenlieferungen an die syrischen Kurden einzustellen.

Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu sagte am Freitag laut Medienberichten, Trump habe in einem Telefonat mit seinem türkischen Kollegen Recep Tayyip Erdogan versprochen, künftig keine Waffen mehr an die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) zu liefern.

Die Türkei fordert seit langem von den USA, die Militärhilfe für die kurdischen Einheiten in Nordsyrien einzustellen. Ankara betrachtet die YPG wegen ihrer Nähe zur verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) als Terrororganisation. Washington schätzt die kurdischen Kämpfer dagegen als schlagkräftigen Verbündeten im Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) und unterstützt sie mit Waffen und Spezialkräften.

Cavusoglu sagte nach dem Telefonat laut der amtlichen Nachrichtenagentur Anadolu, die Türkei wolle nun sehen, dass die Entscheidung Trumps auch umgesetzt werde. Bei den Kurden besteht schon länger die Sorge, dass Washington sie fallen lässt, sobald die IS-Miliz besiegt ist. Die sunnitische Extremistengruppe hat kürzlich ihre letzte Stadt in Syrien verloren und steht auch im Irak vor dem Verlust ihrer letzten Gebiete.

Erdogan sprach nach dem Gespräch mit Trump auf dem Kurzmitteilungsdienst Twitter von einem „produktiven Telefongespräch“, wie Anadolu weiter berichtete. Trump hatte zuvor angekündigt, mit Erdogan über eine Lösung sprechen zu wollen „für das Durcheinander, das ich im Mittleren Osten geerbt habe“.

Ich werde das alles hinkriegen, doch welcher Fehler, in Leben und Dollar (6 Billionen), überhaupt dort zu sein!“, schrieb Trump demnach auf Twitter.

Das Telefonat erfolgte zwei Tage nach einem Syrien-Gipfel von Russlands Staatschef Wladimir Putin, dem iranischen Präsidenten Hassan Ruhani und Erdogan in Sotschi. Bei dem Treffen sprachen sich die drei Staatsführer für einen „Kongress des nationalen Dialogs“ zwischen syrischer Regierung und Opposition aus. Erdogan beharrte dabei aber darauf, dass die syrischen Kurden nicht eingeladen werden.

Wie die Zeitungen „Hürriyet“ und „Milliyet“ am Freitag berichteten, erzählte Erdogan auf dem Rückflug aus Sotschi, Putin habe ihm gesagt, dass auch der syrische Präsident Baschar al-Assad gegen eine Teilnahme der YPG an den Friedensgesprächen sei. Putin hatte Assad am Montagabend überraschend in Sotschi empfangen. Die syrische Regierung ist bisher nicht militärisch gegen die Kurden vorgegangen. (afp)

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