Trump in Seoul: Waffen-Deal in Milliardenhöhe – „Viele Fortschritte“ im Nordkorea-Konflikt

US-Präsident Donald Trump hat die Führung in Pjöngjang zu Verhandlungen aufgefordert. In einer Pressekonferenz erklärte er zu Nordkorea: "Wir machen große Fortschritte. Ich habe etwas Bewegung gesehen, mal abwarten was jetzt passiert."

Im Atomkonflikt mit Nordkorea hat US-Präsident Donald Trump das Land zu Verhandlungen aufgefordert. In Seoul sagte Trump bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In: „Es ergibt Sinn für Nordkorea, an den Tisch zu kommen, um eine Vereinbarung zu treffen, die gut ist für die Menschen in Nordkorea und für die Menschen in der Welt“.

Zugleich stellte Trump klar, notfalls die „volle Bandbreite“ militärischer Mittel gegen Nordkorea einzusetzen.

„Nordkorea ist eine weltweite Bedrohung, die weltweites Handeln erfordert“, sagte Trump, der nach einem Besuch in Japan in Seoul eingetroffen war. Die USA und ihre Verbündeten machten hierbei „viele Fortschritte“. China sei in dieser Frage „sehr hilfreich“. „Wir hoffen, dass auch Russland hilfreich sein wird“, sagte Trump.

„Die Ära der strategischen Geduld ist zu Ende“

In Tokio richtete Trump deutliche Warnungen an die Führung in Pjöngjang: „Die Ära der strategischen Geduld ist zu Ende“, sagte er nach einem Treffen mit dem japanischen Regierungschef Shinzo Abe.

Die „strategische Geduld“ war ein Leitspruch für die Nordkorea-Politik der US-Regierung unter Ex-Präsident Barack Obama. Damals wurde versucht Nordkorea mit Sanktionen und innenpolitischen Druck zu einem Kurswechsel zu zwingen – diese Versuche blieben erfolglos.

Auf die Frage von Journalisten, ob ein Durchbruch in Nordkorea gelungen sei, sagte Trump:

Wir machen große Fortschritte. Ich habe etwas Bewegung gesehen, mal abwarten was jetzt passiert,“ schreibt DJY.

Der Nordkorea-Konflikt dominiert Trumps fast zweiwöchtige Asienreise, die ihn am Mittwoch nach Peking führen wird.

Südkorea und USA schließen Waffen-Deal in Milliardenhöhe

Südkorea erhofft sich angesichts der nuklearen Bedrohung aus Nordkorea eine Bekräftigung der Allianz mit Washington. Laut Trump werde Seoul Waffen in „Milliardenhöhe“ von den USA kaufen – darunter Flugzeuge, Raketen und auch U-Boote.

Aus handelspolitischer Sich ein voller Erfolg für US-Präsident Trump: „Wir haben die beste Militärausrüstung weltweit und Südkorea wird für mehrere Milliarden Dollar etwas davon bestellen“, sagte er. „Für uns bedeutet das Arbeitsplätze und eine Reduzierung des Handelsbilanzdefizits mit Südkorea“, sagte Trump, laut dem „Handelsblatt“.

Der südkoreanische Staatschef Moon lobte Trump: die US-Wirtschaft sei seit seinem Amtsantritt vor rund einem Jahr auf einem historischen Höhepunkt. Moon sagte auch, dass die Vereinigten Staaten noch „großen Fortschritt“ machen würden. Trump seinerseits hob die enorme „spirituelle Kraft“ des koreanischen Volkes hervor, berichtet DJY.

„Die Verhandlungen werden sofort beginnen“

Südkoreas Staatschef erklärte am Dienstagabend im Anschluss an das Gipfeltreffen auf einer Pressekonferenz:

Wir haben vereinbart, sofort mit den Gesprächen über Südkoreas Entwicklung – sowie mit den Verhandlungen über den Kauf von am höchsten entwickeltem Militärgerät – zu beginnen.“

Damit seien auch Atom-U-Boote gemeint, betonte Moons Regierung. Deren Besitz ist dem Land bisher durch ein Nuklearabkommen mit den USA untersagt.

Ein weiteres Ergebnis des Treffens ist, dass ein Abkommen zwischen den USA und Südkorea zur Beschränkung der Größe von Raketensprengköpfen gelockert wird. Bislang waren Südkorea lediglich 500-Kilogramm-Sprengköpfe für seine ballistischen Raketen gestattet. Im Gegenzug nahm Washington seinen Verbündeten unter einen „nuklearen Schirm“ – zur Abschreckung möglicher Angriffe. Das Sprengkopf-Limit soll nun auf Wunsch Seouls fallen.

Die nächsten Stationen auf Trumps Asienreise sind China, Vietnam und die Philippinen. (afp/ks)

Video: Präsident Trunp in Südkorea, 7. November 2017, Pressekonferenz

 

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