Trump-Regierung pushte Befreiung des US-Studenten aus Nordkorea: Vater enttäuscht von Obama

Nach der Freilassung des US-Studenten Otto Warmbier aus Nordkorea hat der Vater des jungen Mannes erklärt, dass der Trump-Regierung die Freilassung seines Sohnes zu verdanken sei, während die Obama-Regierung die Eltern lediglich gebeten habe, keinen Wirbel zu machen.

Bei der Pressekonferenz zur Freilassung des US-Studenten Otto Warmbier sagte dessen Vater Fred, dass die Obama-Regierung zwar Hilfe zur Befreiung seines Sohnes versprochen habe, aber sich 15 Monate lang nicht bei den Eltern gemeldet habe. Der aggressiven Diplomatie der Trump-Regierung sei es jedoch zu verdanken gewesen, dass der junge Mann aus Nordkorea befreit werden konnte. Das berichtet „RealClearPolitics“.

Otto Warmbier war in Nordkorea 18 Monate lang in Haft gewesen und befindet sich in einem komatösen Zustand, aus dem er möglicherweise nie wieder erwachen wird. Der 22-jährige war auf einem Kurztrip in dem kommunistischen Staat verhaftet worden und hat in Gefangenschaft eine schwere Schädigung des Gehirns erlitten.

Vater Fred Warmbier sagte über das Verhalten der Obama-Regierung:

„Als Otto verhaftet wurde, wurde uns von der vergangenen Regierung empfohlen, keinen Wirbel zu machen, während sie daran arbeiteten, seine Freilassung zu erwirken. Wir haben dies getan – ohne Ergebnis. Anfang dieses Jahres entschieden Cindy [meine Frau] und ich, dass die Zeit für strategische Geduld vorbei war.

Wir machten ein paar Medienauftritte und reisten nach Washington, um den stellvertretenden Staatssekretär für Korea und Japan zu treffen, Botschafter Joe Yun im Außenministerium.

Ich sehe es so, dass Botschafter Yun und sein Team auf Weisung des Präsidenten hin aggressiv die Lösung der Situation betrieben haben.“

 

Präsident Trump habe ihn angerufen und gesagt, Außenminister Rex Tillerson und andere hätten hart daran gearbeitet, seinen Sohn zu befreien, so der Vater. Trump bedauerte dabei den physischen Zustand des jungen Mannes.

Auf die Frage, ob die Obama-Regierung nicht genug unternommen habe, sagte Fred Warmbier laut „Washington Post“: „Ich denke, die Ergebnisse sprechen für sich.“

Otto Warmbier war bei seiner Ausreise aus Nordkorea willkürlich verhaftet worden. Wegen angeblichem Diebstahls eines politischen Banners von einer Hotelfassade wurde ihm ein Schauprozess gemacht und er zu einer 15-jährigen Gefängnisstrafe mit Zwangsarbeit verurteilt. Im komatösen Zustand soll er sich bereits seit 15 Monaten befinden, erklärten nordkoreanische Behörden.

US-Außenminister Tillerson gab am Dienstag die Freilassung bekannt.

 

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