UNO: Bewaffnete Gruppen in Nordmali setzen Kindersoldaten ein

Im Norden Malis werden offenbar auchKindersoldaten eingesetzt. Der Direktor der Menschenrechtsabteilung der UN-Mission für Mali (Minusma), Guillaume Ngefa, sagt, es sei bewiesen, dass die bewaffneten Gruppen Kindersoldaten in ihren Rängen hätten.

Im Norden Malis setzen bewaffnete Gruppen nach UN-Angaben auch Kindersoldaten ein.

Der Direktor der Menschenrechtsabteilung der UN-Mission für Mali (Minusma), Guillaume Ngefa, sagte am Donnerstag, es sei bewiesen, dass die bewaffneten Gruppen Kindersoldaten in ihren Rängen hätten. Außerdem seien nach neuen Erkenntnissen unter den 33 Gefangenen des Ex-Rebellenbündnisses CMA in der nordmalischen Stadt Kidal acht Kinder.

Zwar wurde 2015 in dem Land eine Waffenruhe geschlossen; besonders in den vergangenen Wochen nahmen im Norden die Kämpfe zwischen CMA-Anhängern und regierungsnahen Gruppen allerdings zu. Laut Ngefa wurden bei sieben Einsätzen der UN-Mission Minusma innerhalb eines Monats auf beiden Seiten Menschenrechtsverletzungen wie Folter, Hinrichtungen und Entführungen festgestellt.

Die Vereinten Nationen erklärten weiter, im Norden Malis zwei Massengräbern und zwei Einzelgräber gefunden zu haben. Der UNO war noch nicht bekannt, wie viele Leichen dort begraben sind und was die Todesursachen waren.

Mali war 2012 ins Chaos gestürzt, Tuareg-Rebellen und Islamisten starteten damals vom Norden des Landes aus eine Offensive. Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich griff im Januar 2013 militärisch ein, um das Vorrücken von Islamisten und Rebellen in den Süden des Landes zu stoppen. Inzwischen ist unter anderen die UN-Mission für die Stabilisierung zuständig, auch die Bundeswehr ist an Minusma beteiligt. (afp)

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