UNO: Zahl ziviler Opfer in Afghanistan erreicht neuen Höchststand – 174 Frauen und 436 Kinder unter Todesopfern 

Seit Jahresanfang wurden bei Gefechten und Anschlägen 1662 Zivilisten getötet und 3581 weitere verletzt. Etwa 40 Prozent der Opfer wurden demnach bei Bombenanschlägen getötet.

Die Zahl ziviler Opfer in Afghanistan hat im ersten Halbjahr einen neuen Höchststand erreicht. Zwischen Anfang Januar und Ende Juni wurden bei Gefechten und Anschlägen 1662 Zivilisten getötet. Außerdem gab es 3581 Verletzte. Dies berichtet die UN-Mission in Afghanistan (Unama) am Montag. Etwa 40 Prozent der Opfer wurden demnach bei Bombenanschlägen getötet. Für die meisten Angriffe waren Extremistengruppen wie die Taliban oder die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) verantwortlich.

174 Frauen und 436 Kinder sind unter den Todesopfern

Unter den Todesopfern sind dem UN-Bericht zufolge 174 Frauen und 436 Kinder. Besonders gefährlich war die Lage in der Hauptstadt Kabul. Dort wurden alleine bei einem Anschlag nahe der deutschen Botschaft Ende Mai mehr als 150 Menschen getötet. Nach UN-Angaben waren 92  Zivilisten unter den Opfern.

Seit Beginn der UN-Zählung Anfang 2009 wurden laut Unama mehr als 26.500 Zivilisten in Afghanistan getötet und fast 49.000 weitere verletzt. (afp)