Trumps Außenminister Tillerson feuert Personal in Scharen

Rex Tillerson hat über zwanzig Beamte aus dem US-Außenministerium entlassen.

Im US-Außenministerium wurden letzten Donnerstag zwei Dutzend Beamte entlassen. Mitarbeiter von Rex Tillerson nahmen die Kündigungen überraschend vor.

Die Entlassungswelle kam während der ersten Amtsreise des US-Außenministers nach Deutschland zum G20: Ein Großteil des Stabes erhielt die Nachricht, ihre Dienste würden nicht länger benötigt. Die entlassenen Beamten fungierten als Schnittstelle zwischen dem Ministerium und den Außenstellen. Dies berichtet der „Sputnik“.

Viele der entlassenen Leute sollen andere Positionen im Ministerium einnehmen, so der Bericht. Trotzdem herrsche nun Furcht unter den Beamten, vor allem angesichts der Tatsache, wie abrupt die Kündigungen ausgesprochen wurden. Weder gab es bereits fertige Ausschreibungen, noch Ersatz. Es sei unverantwortlich qualifizierte, unabhängige und erfahrene Leute gehen zu lassen, bevor man weiß, wer sie ersetzen soll, sagte Tom Countryman gegenüber dem Sender CBS.

Man könne nicht Außenpolitik betreiben, indem man sich ins Weiße Haus setzt und diese aus dem Ärmel schüttele. Der Ex-Vizeminister für Atomwaffenabrüstung hatte  bereits Anfang des Monats gehen müssen.

Mitarbeiter können Talente auf neuer Position „sofort einsetzen“

„Das Außenministerium besteht aus einem Team von äußerst talentierten Beamten. In einigen Fällen werden wir Mitarbeitern eine andere Stelle geben, wo sie ihre Talente sofort bei der Arbeit einsetzen können“, sagte dagegen R.C. Hammond, ein Sprecher des Außenministeriums am Freitag. Hammond arbeitet jetzt als Top-Kommunikationsberater von Tillerson.

Im vergangenen Monat gaben führende Manager ihre Stelle aus Protest auf und hinterließen nur einen kleinen Stab zur Unterstützung von Amerikas Top-Diplomaten.

Auch sei noch kein stellvertretender Außenminister ernannt worden, nach dem Tillersons Erstwahl, Elliot Abrams, von Trump abgelehnt worden war. Abrams hatte im US-Wahlkampf einige harsche Kommentare gegen Trump fallen lassen.

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