Vier Tote und elf Verletzte bei Selbstmordanschlag in Kabul

Am Donnerstag vergangener Woche hatten Taliban-Kämpfer das deutsche Generalkonsulat im nordafghanischen Masar-i-Scharif angegriffen. Dabei wurden mindestens sechs Menschen getötet und fast 130 weitere verletzt.

Bei einem Selbstmordanschlag in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind am Mittwoch mindestens vier Menschen getötet worden.

Es gebe außerdem elf Verletzte, sagte der Sprecher des afghanischen Innenministeriums, Sedik Sedikki, der Nachrichtenagentur AFP. Der Selbstmordattentäter sei zu Fuß unterwegs gewesen und habe sich vor einem Fahrzeug afghanischer Sicherheitskräfte in der Nähe des Verteidigungsministeriums im Zentrum von Kabul in die Luft gesprengt.

Unter den Todesopfern seien zwei Sicherheitsbeamte, führte Sedikki aus. Ein Vertreter der Sicherheitsbehörden sagte AFP, das attackierte Fahrzeug habe der Eliteschutztruppe der Regierung gehört.

Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat, die ein weiteres Schlaglicht auf die sich verschlechternde Sicherheitslage in Afghanistan wirft. Am Samstag waren bei einem Selbstmordanschlag auf den US-Militärstützpunkt Bagram in der Provinz Parwan bei Kabul vier US-Bürger getötet wurden. Zu der Tat bekannten sich die radikalislamischen Taliban.

Am Donnerstag vergangener Woche hatten Taliban-Kämpfer das deutsche Generalkonsulat im nordafghanischen Masar-i-Scharif angegriffen. Dabei wurden mindestens sechs Menschen getötet und fast 130 weitere verletzt. (afp)