Wolf Wetzel zum Fall-NSU: Auch tote Nazis können keine Waffe nachladen

Die offizielle Version zum Fall der NSU wird von vielen Menschen angezweifelt. Der Grund: Die Geschichte, die von Politik, Justiz und den Medien verbreitet wird, wurde schon längst widerlegt. Recherchen zeigen schnell, dass die NSU nicht nur aus drei Mitgliedern bestanden haben kann. Zudem sagt Buchautor Wolf Wetzel mit Blick auf den Tod der beiden Uwes: "Nichts ist unwahrscheinlicher als ein Selbstmord"...

Der Kriminalfall NSU ist so Kontrovers wie kein anderer in Deutschland. Die offizielle Version, deckt sich in keiner Weise mit den Beweisen und Indizien, die von Ermittlern und Privatpersonen zu dem Fall recherchiert wurden.

Die Ermittlungen der Polizei wurden – nachweislich – behindert und verfälscht. Dennoch hält die Justiz an der Theorie des NSU-Trio fest, das alle Taten alleine geplant und ausgeführt haben soll.

Schaut man sich die Fakten an, wurde diese Theorie schon lange widerlegt. Es ist bekannt, dass rund 40 V-Leute der Regierung am NSU-Komplex beteiligt waren. Zudem bleibt fraglich, warum die NSU-Akte 120 Jahre! lang unter Verschluss bleiben soll, wenn die offizielle Version stimmt?

Mit dieser und anderen Fragen beschäftigt sich auch Wolf Wetzel. Im Interview mit RT sagt der Buchautor „Der NSU-VS-Komplex”, dass alle wesentlichen Fragen, die zur Aufklärung dieses komplexen Falles dringend notwendig seien, im Prozess ausgeschlossen wurden.

Der Fall des Nationalsozialistischen Untergrunds ist seiner Meinung nach noch lange nicht aufgeklärt.

Interview mit Wolf Wetzel und RT-Reporter Malte Daniljuk zum Fall NSU:

Die Offizielle Version: 

Keine Anhaltspunkte für die Verstrickung staatlicher Stellen

Die Generalbundesanwaltschaft hat in der vergangenen Woche mit den Plädoyers gegen das NSU-Mitglied Beate Zschäpe begonnen.

Zschäpe sei „Mittäterin“ bei allen Morden, Bombenanschlägen und Raubüberfällen des sogenannten Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU), sagte Bundesanwalt Herbert Diemer am Dienstag zu Beginn seines Plädoyers vor dem Oberlandesgericht München. Für die Anklage war sie der „entscheidende Stabilitätsfaktor der Gruppe“.

Nach Auffassung der Bundesanwaltschaft sollten durch die Taten aus der Türkei stammende Kleinunternehmer „um ihr Leben fürchten, eingeschüchtert und aus dem Land vertrieben werden“. Acht der zehn Toten waren türkischstämmige Einwanderer und Kleinunternehmer, einer war Grieche. Der deutsche Staat wiederum habe vorgeführt werden sollen, der Mord an der Polizistin Michèle Kiesewetter habe sich gegen die verhasste Polizei gerichtet.

Diemer ging zu Beginn seines Plädoyers auch auf Kritik am NSU-Prozess ein. Es sei „unzutreffend, wenn immer noch kolportiert wird, der NSU-Prozess habe seine Aufgaben nur unzureichend erfüllt“. Mögliche Fehler staatlicher Behörden aufzuklären sei eine Aufgabe politischer Gremien. Anhaltspunkte für eine strafrechtliche Verstrickung staatlicher Stellen seien im Ermittlungsverfahren nicht aufgetreten.

„Anderes zu behaupten verunsichert die Opfer, verunsichert die Bevölkerung“, sagte Diemer zu anhaltenden Spekulationen über ein über das NSU-Trio hinausgehendes Netzwerk. Die These von einer größeren Gruppe hält die Anklage laut Oberstaatsanwältin Reger für widerlegt. Der NSU sei von seiner Gründung bis zu seiner Auflösung als „kleine Zelle“ konzipiert gewesen. Er habe durchgehend und ausschließlich aus Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe bestanden.

Anklage gegen Wohlleben für Bundesanwaltschaft „im vollen Umfang“ bestätigt

Zudem hält die Bundesanwaltschaft die Anklage im NSU-Prozess gegen die mutmaßlichen NSU-Helfer Ralf Wohlleben und Carsten S. für „im vollen Umfang“ bestätigt.

Wohlleben und S. seien durch die Beweisaufnahme der Beihilfe zum Mord in neun Fällen überführt, sagte Oberstaatsanwalt Jochen Weingarten am Montag vor dem Oberlandesgericht in München. Die beiden Männer seien für die Beschaffung und Lieferung der Waffe vom Typ Ceska verantwortlich, mit der vom NSU neun Kleinunternehmer getötet wurden.

Weingarten sagte, sowohl Wohlleben als auch S. hätten die naheliegende Möglichkeit erkannt, dass der aus Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe bestehende NSU mit der Pistole Menschen töten würden. Trotzdem hätten sie den Waffenbeschaffungswunsch erfüllt. Wohlleben und S. hätten sich den fremdenfeindlichen Vorstellungen des Trios verpflichtet gefühlt.

Nach der Ankündigung des Vertreters der Bundesanwaltschaft wird das Plädoyer der Bundesanwaltschaft über die Sommerpause hinaus dauern. Er werde die beiden verbleibenden Verhandlungstage vor der Sommerpause, den Montag und Dienstag, vollständig für das Plädoyer gegen Wohlleben und S. benötigen. Erst nach der Sommerpause könne dann das Plädoyer gegen die zwei weiteren angeklagten mutmaßlichen NSU-Helfer folgen, sagte Weingarten.

Siehe auch:

Thüringer Ex-Verfassungsschutzpräsident glaubt nicht an „NSU-Märchen“ – Wer beging die zehn Morde?

Oktoberfestattentat und NSU: Die Informationsblockade der Regierung – Die Presse im Tiefschlaf

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