Aktuelle Nachrichten – Deutschland
11.09.2010
Foto: Harald Wanetschka/Pixelio
Osnabrück – Am neunten Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September 2001 sieht die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) Deutschland nicht gut auf terroristische Risiken aus dem Internet vorbereitet. "Die rasant wachsende Bedrohung durch Terroristen oder Schwerkriminelle, die mittels Internet agieren, erfordert eine modernere Sicherheitsarchitektur. Wir brauchen ein deutsches Internet-FBI, um die Gefahren aus der virtuellen Welt effektiver bekämpfen zu können", sagte DPolG-Chef Rainer Wendt der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Die Kompetenz der Sicherheitsbehörden im Bereich der Informationstechnologie müsse deutlich ausgebaut und dringend beim Bundeskriminalamt gebündelt werden, forderte Wendt.
Das Internet werde immer mehr zur Plattform, um terroristische Attacken zu verabreden. Auch Hackerangriffe auf kritische Infrastruktur wie Atomkraftwerke seien leider ein realistisches Szenario. Wendt zufolge seien die Sicherheitsbehörden allein im vergangenen Jahr 98 Hinweisen auf Terrorismusfinanzierung nachgegangen, wobei das Internet als Zahlungsweg eine zentrale Rolle gespielt habe. In den vergangenen Jahren seien mit dem Terrorismusabwehrzentrum in Berlin und der bundesweiten Anti-Terror-Datei entscheidende Fortschritte im Kampf gegen Terroristen erzielt worden. Dieses hohe Niveau gelte es auch in der virtuellen Welt zu erreichen. (dapd)
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