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Viele Wochenend- und Sondereinsätze Polizisten leiden häufig unter Burnout-Syndrom

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02.04.2010

Vereidigung bei der Bundespolizei (Archiv). Zahl der „hoch ausgebrannten“ Bundespolizisten stieg von 15 auf rund 25 Prozent. Foto: Matthias Kehrein
Vereidigung bei der Bundespolizei (Archiv). Zahl der „hoch ausgebrannten“ Bundespolizisten stieg von 15 auf rund 25 Prozent.

Foto: Matthias Kehrein

Frankfurt/Main (apn) Deutsche Polizisten sind besonders häufig vom Burnout-Syndrom betroffen. Das ergab nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ eine Studie der Hochschule Magdeburg-Stendal. Demnach treffen die Symptome vor allem die Bundespolizei, bei der 25 Prozent der Beamten über entsprechende Erschöpfungszustände klagen. Die Studie wurde vom Bundesinnenministerium in Auftrag gegeben.

Laut „Spiegel“ befragten die Wissenschaftler mehr als 2.000 Bundes- und Landespolizisten, außerdem Kräfte von Feuerwehr, Rettungsdiensten und Technischem Hilfswerk. Beim Vergleich schnitt die Bundespolizei demnach mit Abstand am schlechtesten ab. Zwischen der ersten Untersuchung 2006 und einer zweiten 2008 stieg die Zahl der „hoch ausgebrannten“ Bundespolizisten von 15 auf rund 25 Prozent. Unter Landespolizisten liege die Burnout-Rate dagegen bei zehn Prozent.

Besonders schlechte Werte ermittelten die Wissenschaftler für die Bundespolizei auch, wenn es um die Identifikation mit der eigenen Truppe geht. Rund zwei Drittel der befragten Beamten fühlten sich demnach nur wenig mit den Werten und Zielen der Behörde verbunden. Die miese Stimmung schlage sich auch im Engagement nieder: 42 Prozent hätten der Studie zufolge angegeben, sie seien nur „gering engagiert“, heißt es weiter in dem Bericht.

Viele Wochenend- und Sondereinsätze

Die Beamten klagten über zu viele Wochenend- und Sondereinsätze sowie über Personalabbau bei wachsenden Aufgaben. Die Forscher sähen daher auch Handlungsbedarf auf politischer Ebene, um die Belastungen zu senken. Nach Einschätzung der Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat sich die Situation in den letzten Monaten noch weiter verschlechtert. Nach häufigen Versetzungen im ganzen Bundesgebiet seien viele der 39.500 Mitarbeiter „inzwischen entwurzelt“. Den für die Bundespolizei GdP-Bezirkschef Josef Scheuring zitiert der „Spiegel“ mit den Worten: „Viele verkraften die Unsicherheit nicht mehr.“

Nach Angaben des Ministeriums wertet das Bundespolizeipräsidium gerade die Studie aus und will Vorschläge zur Lösung der Probleme unterbreiten. Falls nötig, werde das Ministerium Maßnahmen ergreifen, um Polizisten vor Gesundheitsgefahren zu schätzen, erklärte eine Sprecherin.

http://www.gesundheit-im-einsatzwesen.de/

(AP)

 

 

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