Stuttgart - Der Sportwagenbauer Porsche ist nicht zu bremsen: Das Stuttgarter Unternehmen hat das elfte Jahr in Folge einen Rekordgewinn eingefahren. Wie Porsche am Mittwoch berichtete, stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr 2004/05 das Ergebnis vor Steuern um 8,9 Prozent auf 1,238 Milliarden Euro. Das Ergebnis nach Steuern legte um 12,9 Prozent auf 779 Millionen Euro zu. Weitere Zuwächse erhofft sich Porsche in der Zukunft vor allem von dem Einstieg bei Volkswagen sowie dem Ausbau des Geschäfts in Asien.
Die Aktionäre sollen an dem guten Ergebnis mit einer Dividendenerhöhung teilhaben. Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, eine Dividende je Stückaktie von 4,94 Euro (Vorjahr: 3,94 Euro) an die Stammaktionäre sowie von fünf Euro (Vorjahr: vier Euro) an die Vorzugsaktionäre auszuschütten, teilte der Autobauer nach der Aufsichtsratssitzung mit.
Bereits anlässlich der Internationalen Automobilausstellung im September hatte der Sportwagenbauer bekannt gegeben, dass im vergangenen Geschäftsjahr der Konzernumsatz um 6,9 Prozent auf 6,57 Milliarden Euro zulegte. Der Absatz sei um 15 Prozent auf 88.379 Fahrzeuge gestiegen.
Den Ausblick für das laufende Jahr beurteilte Porsche positiv, ohne Einzelheiten zu nennen. Alle drei Modellreihen 911, Boxster und Cayenne erfreuten sich einer lebhaften Nachfrage. «Vor allem die neuen Allrad-Varianten des 911 Carrera und der Cayman S werden dem Kerngeschäft von Porsche positive Impulse verleihen.» Auch die fortschreitende Erschließung neuer Märkte, insbesondere in Asien werde für ein weiteres Wachstum des Unternehmens sorgen.
Die Beteiligung an Volkswagen von etwa 18,5 Prozent werde ebenfalls maßgeblich dazu beitragen, dass der Hersteller sportlicher Premium-Fahrzeuge auf Erfolgskurs bleibe. «Beide Unternehmen werden von gemeinsamen Projekten in Forschung, Entwicklung, Beschaffung und Produktion profitieren», erklärte Porsche. Durch die Kooperation in diesen Bereichen komme es zu nachhaltigen Einsparungen bei beiden Seiten.
Mittelfristig peilt Porsche einen Absatz von 100.000 Fahrzeugen an. Im laufenden Jahr soll es aber noch nicht so weit sein. Genauere Angaben zum Start des Geschäftsjahrs werden anlässlich der Bilanzpresse-Konferenz am 7. Dezember erwartet. (AP)
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