Unternehmen – Porsche mit Gewinnsprung im ersten Halbjahr – DAPD
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Porsche mit Gewinnsprung im ersten Halbjahr

DAPD

05.03.2007

Die "Hochzeit" von Karosserie und Chassis an der Montagelinie des Cayenne im Porsche-Werk in Leipzig.  (AP Photo/Eckehard Schulz)
Die "Hochzeit" von Karosserie und Chassis an der Montagelinie des Cayenne im Porsche-Werk in Leipzig. (AP Photo/Eckehard Schulz)

Stuttgart – Das Engagement bei Volkswagen hat Porsche einen Gewinnsprung beschert. Wie das Unternehmen am Montag in Stuttgart berichtete, stieg in den ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2006/07 das Ergebnis vor Steuern auf 1,59 Milliarden Euro an. Im Vorjahreszeitraum hatte es bei 277,8 Millionen Euro gelegen. Zu der Steigerung des Ergebnisses trugen vor allem Sondereinflüsse bei.

So lagen die Erträge aus Kurssicherungsgeschäften in Verbindung mit dem Erwerb der VW-Aktien im deutlich dreistelligen Millionenbereich. Zusätzlich habe sich die Neubewertung des auf 27,3 Prozent der Stammaktien angestiegenen VW-Aktienpakets mit 520 Millionen Euro positiv auf das Ergebnis ausgewirkt. Dieser Schritt war erforderlich geworden, weil mit dem Kurs der VW-Aktie auch der Wert des Unternehmens deutlich gestiegen sei. Darüber hinaus sei das operative Ergebnis durch den weiter verbesserten Modellmix im Fahrzeuggeschäft gestiegen.

Der Umsatz sei leicht um 1,4 Prozent auf 3,07 Milliarden Euro zurückgegangen. Der Absatzrückgang um 7,0 Prozent auf 39.265 Fahrzeuge sei Resultat des Modellwechsels beim Cayenne gewesen. Positive Impulse kamen von den beiden Sportwagen-Baureihen. So wurden vom Elfer 17.329 Fahrzeuge abgesetzt, davon entfielen 3.461 Einheiten auf das Topmodell 911 Turbo. Der Zuwachs der Baureihe 911 beträgt insgesamt 15,7 Prozent. Die Boxster-Baureihe beschleunigte sogar um 19,6 Prozent auf 11.979 Einheiten, darunter waren 7.687 Fahrzeuge der Modelle Cayman und Cayman S.

Probleme bereitet Porsche weiterhin der hart umkämpfte US-Markt. Das ist der wichtigste Auslandsmarkt des Autobauers. In Nordamerika fiel der Absatz um 19,3 Prozent auf 14.545 Fahrzeuge, während Porsche in Deutschland um 0,2 Prozent auf 5.498 Fahrzeuge und im Rest der Welt um 2,7 Prozent auf 19.222 Fahrzeuge beschleunigte.

Neue Arbeitsplätze

Der Autobauer schuf neue Arbeitsplätze. Dass die Zahl der Mitarbeiter im Konzern um 4,3 Prozent auf 11.393 Personen abgenommen habe, liege in den Verkäufen der CTS Fahrzeug-Dachsysteme GmbH und der Porsche Engineering Services (PES). Bereinigt um diese Verkäufe stieg die Zahl der Mitarbeiter im Porsche-Konzern um 4,5 Prozent beziehungsweise 493 Personen. Das zusätzliche Personal war vor allem im Werk Leipzig, im Dienstleistungsbereich sowie innerhalb der Forschung und Entwicklung der Porsche AG erforderlich.

Porsche blickt optimistisch in die Zukunft. Beim Absatz und beim Umsatz solle das hohe Niveau aus dem Vorjahr wieder erreicht werden. Der Sportwagenbauer setze auf die Wachstumsmärkte in Osteuropa und Asien. „Die Triebkräfte des Erfolgskurses von Porsche bilden im laufenden Geschäftsjahr die beiden Sportwagen-Baureihen“, schrieb das Unternehmen in seinem Aktionärsbrief. Allein von der Elfer-Baureihe erwarte es einen Rekordabsatz von rund 36.000 Fahrzeugen, davon sollen etwa 6.000 Einheiten auf das Topmodell 911 Turbo entfallen. Unter der Voraussetzung ausbleibender Überraschungen bei VW oder beim Kurs der VW-Aktie sei Porsche zuversichtlich, im laufenden Geschäftsjahr das Vorjahresergebnis von 2,1 Milliarden Euro übertreffen zu können, bekräftigte der Sportwagenbauer.

http://www.porsche.de

(AP)

 

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