Frankfurt/Main (apn) Die Postbank will nach einem erneut deutlichen Verlust im vergangenen Jahr wieder ein positives Ergebnis ausweisen. Dies setze voraus, dass sich die gesamtwirtschaftliche Erholungstendenz in diesem Jahr fortsetze und es zu keiner krisenhaften Entwicklung an den internationalen Kapitalmärkten komme, erklärte die Bank am Donnerstag in Frankfurt am Main.
Das zu einem Viertel der Deutschen Bank gehörende Institut hatte vor einer Woche einen Vorsteuerverlust von 398 Millionen Euro bekanntgegeben. 2008 hatte der Verlust bei 1,1 Milliarden Euro gelegen. Lediglich aufgrund von Steuereffekten kam unter dem Strich ein Nettogewinn von 76 Millionen Euro zustande. Im Jahr 2008 hatte das Nettoergebnis ein Minus von 886 Millionen Euro ausgewiesen.
Zu der erwarteten Ergebnisverbesserung sollten sinkende Belastungen aus der Kapitalmarktkrise beitragen, erklärte das Geldinstitut. Für 2009 gab sie diese Belastungen mit 919 Millionen Euro an, nach 2,2 Milliarden Euro im Jahr 2008. Die Risikovorsorge stieg sogar noch. Sie lag 2009 bei 678 Millionen Euro. 2008 waren es 498 Millionen Euro. Die Eigenkapitalrendite nach Steuern lag bei 1,5 Prozent nach einem Minus von 19,4 Prozent ein Jahr zuvor. Die Kernkapitalquote stieg von 7,2 Prozent auf 7,6 Prozent zum Jahresende. (AP)
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